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Monday, July 22, 2024

Arnold Isselhorst's letter to Jakob Westhoff, dated July 10/20 (New Style), 1654

Source:

Drottning Kristina i Hamburg år 1654, article written by Helge Almquist for Personhistorisk tidskrift, tolfte årgången: 1910, pages 23 to 24, published by Carl Magnus Stenbock, 1911


The letter:

[Lübeck] 20 juli 1654.
Die Königin in Schweden hat am verwichenen Sontag abend die fürstlichen Personen, so ihr bissdahero auffgewartet, zu Wansbeck auff sehlig Albert Baltzer Berends Lusthofe biss in die späte Nacht tractiret, also das sie erst nach Mitternacht umb halbes zwey Uhr wiederumb in die Stadt Hamburgk kommen, da dan ihr Diner von den Herren Bürgermeistern mit 3 Compagnien Bürgern an dem Thore [a]uffgewartet; welches sie aber, wie etliche Hamburger Brieffe melden, nicht wol empfunden und also ausgedeutet haben soll, ob were es darumb geschehen, das man Argwohn auff sie hette, alss wollte sie die Stadt überraschen. Ob sie nuhn aber wol, wie gedacht, so gar späth von dem Banquet zu Hause kommen, ist sie dennoch selben Montag morgens in der Frühe umb 4 Uhr gantz unvermuthlich mit einem geringen Comitat nach dem Lande Lünenborg hierauss wiederumb [a]uffgebrochen, da sie den ihren Leuten die Order hinterlassen, das sie mit der Bagage von Hamburg zu Schiffe auff Amsterdam gehen sollten. Derowegen man vermuthet, das sie umb die Hertzogthümer Bremen und Fehrden durch das Land Lünenborg und Westfahlen auch dahin und so fürters nach den Hispanischen Niederlanden und entlich nacher Spaa reisen werde.

With modernised spelling:

[Lübeck], 20. Juli 1654.
Die Königin in Schweden hat am verwichenen Sonntagabend die fürstlichen Personen, so ihr bisdahero aufgewartet, zu Wandsbek auf seelig Albert Baltzer Berends Lusthofe bis in die späte Nacht traktieret, also dass sie erst nach Mitternacht um halbes zwei Uhr wiederum in die Stadt Hamburg kommen, da dann ihr Diener von den Herren Bürgermeistern mit 3 Kompanien Bürgern an dem Tore aufgewartet; welches sie aber, wie etliche Hamburger Briefe melden, nicht wohl empfunden und also ausgedeutet haben soll, ob wäre es darum geschehen, dass man Argwohn auf sie hätte, als wollte sie die Stadt überraschen. Ob sie nun aber wohl, wie gedacht, so gar spät von dem Banquet zu Hause kommen, ist sie dennoch selben Montagmorgens in der Frühe um 4 Uhr ganz unvermutlich mit einem geringen Komitat nach dem Lande Lüneburg hieraus wiederum aufgebrochen, da sie den ihren Leuten die Order hinterlassen, das sie mit der Bagage von Hamburg zu Schiffe auf Amsterdam gehen sollten. Derowegen man vermutet, das sie um die Herzogtümer Bremen und Verden durch das Land Lüneburg und Westfalen auch dahin und so fürters nach den hispanischen Niederlanden und endlich nacher Spa reisen werde.

French translation (my own):

[Lübeck], 20 juillet 1654.
Dimanche soir dernier, la reine de Suède a soigné les personnages royaux qui l'attendaient jusque tard dans la nuit à Wandsbek, à la cour de plaisance de feu Albert Baltzer Berends, de sorte qu'ils ne sont retournés à la ville de Hambourg qu'après minuit à une heure et demie, lorsque son domestique des maires attendait à la porte avec trois compagnies de bourgeois; cependant, comme le rapportent plusieurs lettres de Hambourg, elle n'a pas bien pris cela et l'a interprété comme si cela s'était produit parce que les gens se méfiaient d'elle, comme si elle voulait surprendre la ville. Cependant, bien qu'ils soient arrivés très tard du banquet, comme prévu, elle est néanmoins repartie le lundi à 4 heures du matin avec une petite suite pour le pays de Lunebourg, de manière tout à fait inattendue, car elle avait laissé ses gens avec l'ordre qu'ils devraient se rendre en bateau de Hambourg à Amsterdam avec les bagages. On suppose donc qu'elle voyagera autour des duchés de Brême et de Verden, à travers les terres de Lunebourg et de Westphalie, puis vers les Pays-Bas hispaniques et enfin vers Spa.

Swedish translation (my own):

[Lübeck], den 20 juli 1654.
I söndags kväll behandlade Sveriges drottning de kungliga personer som väntat på henne till långt in på natten vid Wandsbek vid framlidne Albert Baltzer Berends nöjeshof, så att de inte återvände till staden Hamburg förrän efter midnatt klockan halv två, då hennes tjänare från borgmästarna väntade vid porten med tre kompanier borgare; dock, som flera brev från Hamburg rapporterar, tog hon detta inte väl och tolkade det som att det hade hänt för att folk var misstänksamma mot henne, som om hon ville överraska staden. Men även om de kom hem mycket sent från banketten, som väntat, gav hon sig ändå iväg igen på måndag klockan 4 på morgonen med en liten svit till landet Lüneburg, helt oväntat, eftersom hon lämnat sitt folk med order att de skulle resa med fartyg från Hamburg till Amsterdam med bagaget. Det antas därför att hon kommer att resa runt hertigdömena Bremen och Verden, genom länderna Lüneburg och Westfalen, och sedan vidare till de hispaniska Nederländerna och slutligen till Spa.

English translation (my own):

[Lübeck], July 20, 1654.
Last Sunday evening, the Queen of Sweden treated the royal persons who had been waiting for her until late into the night at Wandsbek at the late Albert Baltzer Berends' pleasure court, so that they did not return to the city of Hamburg until after midnight at half past one, when her servant from the mayors waited at the gate with three companies of burghers; however, as several letters from Hamburg report, she did not take this well and interpreted it as if it had happened because people were suspicious of her, as if she wanted to surprise the city. However, even though they arrived home very late from the banquet, as expected, she nevertheless set off again on Monday at 4 in the morning with a small suite for the land of Lüneburg, quite unexpectedly, as she had left her people with orders that they should go by ship from Hamburg to Amsterdam with the baggage. It is therefore assumed that she will travel around the duchies of Bremen and Verden, through the lands of Lüneburg and Westphalia, and then on to the Hispanic Netherlands and finally to Spa.


Above: Kristina.

Arnold Isselhorst's letter to Jakob Westhoff, dated July 3/13 (New Style), 1654

Source:

Drottning Kristina i Hamburg år 1654, article written by Helge Almquist for Personhistorisk tidskrift, tolfte årgången: 1910, page 23, published by Carl Magnus Stenbock, 1911


The letter:

... [Lübeck] 13 juli 1654.
Die Königin in Schweden ist noch zu Hamburgk, hält offene Tafel, ist am verwichenen Sonntag in St. Peters Kirchen gewesen und in der Bürgermeister Stuhl gestanden und lässet sich von jederman so woll bey der Taffell als im Reiten und Fahren sehen; sol gar frey von Gebehrden seyn, mehr mänlich alss weiblich, wie sie dan die Haar auff mänliche Arth schneiden lassen, also dass sie hinden kurz und nur vorn Zöpfe, aber ohne alle Flechten seyn sollen, wobey sie anstatt einer weiblichen Hauptzirt einen mänlichen Huth mit Federn träget, welchen sie abnimmet gleich wie ein Man und unter dem Arme helt, da sie etwa stehend mit anderen fürstlichen Personen redet, auch im Reiten oder Fahren auff der Gassen die fürübergehende Grüssende mit Abnehmung derselben wieder grüsset. So sey auch ihre Leibeskleidung obenwerts gantz mänlich, so woll am Köller alss Rock, wie solches alles die lübsche Leute, so heuffig hinreisen umb sie zu sehen, nachdeme sie wiederkommen, glaubwürdig und bestendig berichten und man mit Verwunderung muss anhören. Wie von den Hamburgischen Deputirten bey dem Complementiren höfflich mit vorbracht, wan ein hochw[ürdiger] Raht nur von ihrer Ankunfft vorhero gewust hetten, das sie dan ihr ein bequehm Logement bey einem Bürger in der Stadt hetten bereiten lassen wollen, damit nicht nötig gewesen were, in solche Enge (den die Logementer sollen gar klein seyn) bey dem Juden einzukehren, hette sie schertzhafft geantwortet: Sie were darumb bey dem Juden eingekehret, dass sie hoffete, sie wolte denselben bekehren und auch zum Christen machen...

With modernised spelling:

... [Lübeck], 13. Juli 1654.
Die Königin in Schweden ist noch zu Hamburg, hält offene Tafel, ist am verwichenen Sonntag in St. Peters Kirchen gewesen und in der Bürgermeistersstuhl gestanden und lässt sich von jedermann so wohl bei der Tafel als im Reiten und Fahren sehen; soll gar frei von Gebärden sein, mehr männlich als weiblich, wie sie dann die Haar auf männliche Art schneiden lassen, also dass sie hinden kurz und nur vorn Zöpfe, aber ohne alle Flechten sein sollen, wobei sie anstatt einer weiblichen Hauptzirt einen männlichen Hut mit Federn träget, welchen sie abnimmet gleichwie ein Man und unter dem Arme helt, da sie etwa stehend mit anderen fürstlichen Personen redet, auch im Reiten oder Fahren auf der Gassen die vorübergehende Grüssende mit Abnehmung derselben wieder grüsset.

So sei auch ihre Leibeskleidung obenwerts ganz männlich, so wohl am Köller als Rock, wie solches alles die lübsche Leute, so häufig hinreisen um sie zu sehen, nachdem sie wiederkommen, glaubwürdig und bestendig berichten und man mit Verwunderung muss anhören. Wie von den hamburgischen Deputierten bei dem Komplementieren höflich mit vorbracht, wann ein hochwürdiger Rat nur von ihrer Ankunft vorhero gewust hätten, dass sie dann ihr ein bequem Logement bei einem Bürger in der Stadt hätten bereiten lassen wollen, damit nicht nötig gewesen wäre, in solche Enge (denn die Logementer sollen gar klein sein) bei dem Juden einzukehren, hätte sie scherzhaft geantwortet, sie wäre darum bei dem Juden eingekehret, dass sie hoffete, sie wollte denselben bekehren und auch zum Christen machen...

French translation (my own; I cannot tag it as such due to character limits in the tags):

... Lübeck, 13 juillet 1654.
La reine de Suède est toujours à Hambourg, tient une table ouverte, se trouvait dimanche dernier dans l'église Saint-Pierre, occupait le siège du bourguemaître et se fait voir à table, à cheval et en voiture; on dit qu'elle est totalement libre dans sa gestuelle, plus masculine que féminine, car elle a les cheveux coupés de manière masculine, de sorte qu'ils sont courts derrière et qu'il n'y a que des couettes sur le devant, mais sans tresses, et au lieu d'une coiffure féminine, elle porte un chapeau d'homme à plumes, qu'elle enlève comme un homme et qu'elle tient sous son bras lorsqu'elle est debout et parle à d'autres personnes royales, et lorsqu'elle roule ou conduit dans la rue, elle salue les gens qui la saluent en enlevant le chapeau.

Ses vêtements étaient aussi très masculins, tant sur la veste que sur le manteau, comme le rapportent de manière crédible et cohérente les habitants de Lübeck, qui s'y rendent si souvent pour la voir après leur retour, et il faut l'écouter avec étonnement. Lorsque les députés de Hambourg ont poliment souligné lors du compliment que si un vénérable conseil avait seulement été informé de son arrivée à l'avance, ils lui auraient arrangé une chambre confortable chez un bourgeois de la ville, de sorte que cela n'aurait pas été nécessaire pour rester avec le juif dans des conditions aussi exiguës (car les logements sont réputés très petits), elle aurait répondu en plaisantant qu'elle était restée avec le juif parce qu'elle espérait pouvoir le convertir et faire de lui aussi un chrétien...

Swedish translation (my own):

... Lübeck den 13 juli 1654.
Drottningen av Sverige är fortfarande i Hamburg, håller öppet bord, var i St. Peterskyrkan i söndags och ställde sig i borgmästarstolen och lät alla se henne både vid bordet och vid ridning och körning; hon sägs vara helt fri i sina gester, mer manlig än kvinnlig, då hon har håret klippt på ett manligt sätt, så att det är kort baktill och det bara finns tofsar framtill, men utan några flätor, och istället för en kvinnlig huvudbonad bär hon en manshatt med fjädrar, som hon tar av sig som en man och håller under armen när hon står och pratar med andra kungliga personer, och när hon rider eller kör på gatan hälsar hon på folk som hälsar henne genom att ta av sig hatten.

Hennes klädsel var också mycket manlig, både på jackan och på rocken, som Lübeckborna, som reser dit så ofta för att se henne efter att de kommit tillbaka, rapporterar trovärdigt och konsekvent, och man måste lyssna på detta med häpnad. När Hamburgs ställföreträdare under komplimangen artigt påpekade att om ett ärevördigt råd bara hade känt till hennes ankomst i förväg, så skulle de ha ordnat så att hon fick ett bekvämt rum hos en borgare i staden, så att det inte hade behövts för att bo hos juden under så trånga förhållanden (ty logementet sägs vara mycket litet), skall hon skämtsamt ha svarat att hon hade stannat hos juden för att hon hoppades att hon kunde omvända honom och göra honom till en kristen också...

English translation (my own):

... Lübeck, July 13, 1654.
The Queen of Sweden is still in Hamburg, holds open table, was in St. Peter's Church last Sunday, and stood in the mayor's chair and lets everyone see her both at table and when riding and driving; she is said to be completely free in her gestures, more masculine than feminine, as she has her hair cut in a masculine manner, so that it is short at the back and there are only pigtails at the front, but without any plaits, and instead of a feminine headdress she wears a man's hat with feathers, which she takes off like a man and holds under her arm when she is standing and talking to other royal persons, and when riding or driving on the street she greets people who greet her by taking off the hat.

Her clothing was also very masculine, both on the jacket and on the coat, as the people of Lübeck, who travel there so often to see her after they return, report credibly and consistently, and one must listen to this with astonishment. When the Hamburg deputies politely pointed out during the compliment that if a venerable council had only known about her arrival in advance, they would have arranged for her to have a comfortable room with a burgher in the city, so that it would not have been necessary to stay with the Jew in such cramped conditions (for the lodgings are said to be very small), she is supposed to have jokingly replied that she had stayed with the Jew because she hoped she could convert him and make him a Christian too...


Above: Kristina.

Note: "The Jew" = Diego Texeira.