Tuesday, November 18, 2025

Christian Stieff on the early part of Kristina's reign after coming of age, Kristina's collecting of art and association with foreign scholars, Pierre Bourdelot's influence over her, her alleged religious beliefs, and her jealousy of her authority

Source:

Leben der Weltberühmten Königin Christina von Schweden nach denen geheimesten intrigven und merckwürdigsten umständen mit möglichstem fleiße entworffen, pages 15 to 30, by Christian Stieff, 1705; original at the University of Michigan


The account:

Den anfang ihrer regierung hat sie so fort durch den mit der Cron Dännemarck getroffenen und vor die Cron Schweden so vortheilhafften Bremsebeschen frieden berühmt gemacht / welcher den 13 Aug. des 1645 jahres durch vermittelung der Cron Franckreich geschlossen / und darinnen denen Schweden Jempterland und Herrendal / samt denen insuln Gotland und Oesel auff ewig / die Provintz Halland aber auff 30 jahr abgetreten worden. Hierauff folgte etliche jahr hernach der friede mit Teutschland / welcher zu Osnabrüg geschlossen ward / darinnen Schweden die stiffter Bremen und Verden / das Fürstenthum Rügen / Hertzogthum Vor-Pommern / und aus Hinter-Pommern Stetin / Damm / Golnau / der gantze Oder-strom samt dem ufer auff beyden seiten und anwartung auff das übrige Pommern nach abgang des Chur- und Fürstl. Brandenburgischen Hauses / ingleichen die herrschafft Wißmar samt denen ämtern Poel und Neu-kloster / und der schantze / der Wallfisch genannt / zur satisfaction als Reichslehn überlassen / auch zu bezahlung ihrer militz noch über dieses 5 millionen Reichsthaler entrichtet worden. Jnzwischen unterließ sie bey denen vielen regiments-sorgen nicht / sich mit denen studiis und allerhand anmuthigen wissenschafften zu ergötzen / zu welchem ende sie denn die curiösesten bücher und scripta mit grossem fleiß und kosten zusammen suchte / gestalt sie denn unter andern Hrn. Ludolph auff ihre unkosten nach Rom schickte / damit er versuchen solte / ob er von den alten briefschafften / die Johannes Magnus Ertz-Bischoff zu Upsal im vorigen seculo / als er der religion halber sich aus Schweden weg begeben / mit sich dahin genommen haben solte / etwas antreffen könte; sondern auch aus denen in Teutschland eroberten orten die raresten codices nach Schweden bringen ließ. Uber das legte sie sich eine grosse quantität der schönsten müntzen zu / wozu des berühmten Luckii cabinet, welches sie an sich kauffte / und die herrlichen medaillen / so bey eroberung Prag aus dem Kayserlichen cabinet daselbst erbeutet worden / ein grosses beytrugen / wiewohl man doch davor hält / daß Mons. du Fresne Trichet, welchen sie darüber gesetzet / ihr nicht allzutreulich hierunter vorgestanden / sondern viele der curiösesten / nebst vielen vortrefflichen gemählden von den berühmtesten künstlern / unter dem vorwand / als ob sie von schlechter importantz / der Königin abgeschwatzt / und mit sich nach Franckreich geschleppet. Jm übrigen ließ sie auch eine grosse anzahl der vortrefflichsten leute / unter andern den welt-berühmten Salmasium, Isaacum Vossium, (welchen sie zwar anfangs / weil er wider Salmasium geschrieben / nicht vor sich lassen wollen) Nicolaum Heinsium, Sam. Bochartum, Gabrielem Naudæum, Joh. Freinshemium, Joh. Henr. Bœclerum, Renatum Des Cartes und andere nach Schweden ruffen. Der berühmte Menagius und Guido Patinus wurden auch verschrieben / allein sie haben sich entschuldiget / wiewohl der erste anfänglich in seiner Ecloga, deren er den titul Christina geben / von Franckreich abschied zu nehmen und sich schon zu der reise zu schicken schiene. An des andern stelle wurde hernachmahls von Salmasio Bourdelot vorgeschlagen / welcher sich nicht lange bedachte / nach Schweden zu gehen. Dieser mensch / von welchem hernachmahls so viel wird zu sagen seyn / war eines barbierers von Sens sohn / und hieße eigentlich Michon / hat auch in seiner jugend sich auf die apothecker-kunst geleget / hernachmahls eine reise in Jtalien gethan / und folgends sich als einen Medicum aufgeführet / wobey er denn vorgeben dürffen / daß er bey Pabst Urbano VIII diese function verwaltet / ja gar zum Cardinal gemacht werden sollen / wofern er länger bleiben wollen / und nicht über hals und über kopff wieder nach Franckreich gangen wäre / welches aber die wenigsten glauben wollen. Den nahmen Bourdelot hat er von einem seiner vettern / welcher ihm unter andern eine ziemlich feine bibliothec / so auf 3000 rthl. geschätzet war / vermacht / angenommen. Er wolte für ungemein gelehrt / und sonderlich vor einen trefflichen Poeten angesehen seyn / allein die wenigsten seiner landes-leute haben ihm diese qualitäten zugestehen wollen; vielmehr siehet man / daß Mons. Chevreau ihn seiner poesie halber mit Pelletier Neuf Germain und andern pritschmeistern in eine classe setzt / ja es haben etliche versichern wollen / daß er nicht drey zeilen Latein ohne schnitzer schreiben können / welches ich an seinen ort gestellt seyn lasse. Ob er auch von der religion so gar wenig staat gemacht / wie ihm einige schuld geben / will ich hier nicht untersuchen / sondern nur dieses noch erinnern / daß dieser mensch durch seine schmeicheley sich so tieff bey der Königin insinuiret / daß nicht allein der berühmte Naudæus, sondern auch Mons. Courtin, so Secretarius, bey der Königin war / und vor Bourdelots ankunfft in grossen gnaden stund / in ungnaden verfielen / und sich wieder zurück begaben / ja daß auch die vornehmsten des Königreichs ihm flattiren musten / wovon in zukunfft mit mehrern wird zu sagen seyn. Damit sie nun mit diesen gelehrten leuten sich besprechen könte / stellte sie alle donnerstage eine öffentliche conferentz an / so sie deßhalber Jovialem zu nennen pflegte / in welcher allerhand curiöse materien überleget wurden.

Bey diesen umständen nun / und da die Königin so eine grosse affection zu gelehrten leuten bezeugte / hatte man wohl ursach / sich zu verwundern / daß sie gegen den unvergleichlichen Hugonem Grotium, so sich bißher als Königlicher Schwedischer Gesandter in Franckreich aufgehalten / gantz anders erwiesen; inmaßen sie ihn nicht allein einige zeit nach antretung ihrer regierung von der bißherigen Ambassade zurück beruffen / sondern auch hernachmahls bey der abschieds-audientz / so sie ihm vor seiner abreise aus Schweden ertheilet / allerhand verdrießliche worte lauffen lassen / welche aber dieser vortreffliche mann nicht weiter beantwortet / als daß er einen tiefen reverentz gemacht und gesagt: "Madame / ich verbleibe eurer Majestät unterthänigster diener" / und damit seinen abtritt genommen; welche kaltsinnigkeit die Königin dermassen verdrossen / daß sie auch gegen die umstehenden sich vernehmen lassen / es wäre gleichwohl eine grosse unhöffligkeit / daß er nicht einmahl von ihr abschied genommen; allein ein bekandter Frantzose / nahmens Marigny / der eben dabey zugegen / und allem ansehen nach Grotio wohl affectioniret war / entschuldigte ihn / und beredete die Königin / daß es in Franckreich die mode wäre / mit solchen worten abschied zu nehmen / so sie denn endlich geglaubet / und Grotio noch ein präsent an kupfer von mehr als 13000 thlr. nachgeschickt. Doch hat auch im übrigen die grosse affection, so sie gegen die andern jetzterwehnte personen bezeugt nicht alzu lange gewähret / sondern sie ist ihrer / weil sie ihr nicht galant genug zu seyn dauchten / bald überdrüßig worden / dahero auch die meisten / als Salmasius, Vossius, Bochartus, Freinshemius, Bœclerus und andere / einer nach dem andern / ziemlich unvergnügt weggewandert. Wiewohl etlichen ein jährlich gnaden-geld bey ihrer abreise war versprochen / aber nachmahls nicht allzurichtig bezahlet worden. Der eintzige Bourdelot hat sich noch einige zeit bey ihr in vorigen gnaden erhalten / ungeachtet die Königliche frau mutter / Pfaltzgraf Carl Gustav / so zu ihren künfftigen Successore declariret war / Graf Magnus de la Gardie, und die meisten Reichs-Räthe samt der gantzen Clerisey ihme spinne-feind waren / theils weil sie ihn in verdacht hielten / als ob er die Königin zu allerhand übeln gedancken von der religion und Gottes wort verleitete / theils und sonderlich Graf Magnus, weil Bourdelot von ihm gegen die Königin schimpfflich geredet haben soll; allein die Königin war von diesem menschen einmahl so eingenommen / daß sie / was wider Bourdelot vorgebracht ward / eine lange zeit durchaus nicht annehmen wolte / ja so gar den Graf Magnus de la Gardie deßhalber disgratiirte / und ihre leibliche frau mutter seinet halber übel anließ. Denn als diese auff einrathen etlicher Reichs-Räthe sich wagte / vor ihrer abreise nach Nieköping ihr einzureden und vorzustellen / wie die geistlichkeit und das gesamte volck sich über Bourdelot beschwerten / und sorge trügen / daß er ihr solche maximen beybringen würde / welche mit ihrer vorfahren religion nicht wohl beysammen stehen könten / wiewohl sie (die frau mutter) nicht hoffen wolte / daß / nachdem der Königin leiblicher vater / der grosse Gustavus Adolphus, mit solchem ruhm selbige bekennet und vertheidiget / auch sein leben davor aufgeopffert / sie die Königin anjetzo sich etwas / so damit nicht übereinstimmete / würde bereden lassen; hatte sie ihr eine weile zwar gedultig zugehöret / allein / wie die predigt zu lange dauren wollen / war sie ihr in die rede gefallen / und hatte geantwortet: Sie erkennte sich zwar der frau mutter wegen ihrer wolgemeynten warnung verbunden / allein es wäre diese materie vor si[e] beyde zu hoch / und demnach besser / daß man sie denen priestern überließe; auch / als jene wieder anfangen wollen / mit einer zornigen mine gesagt: Sie wüste diejenigen wohl / die sie bewegt / dergleichen reden zu führen / und wolte selbige lehren / wer sie die Königin wäre / daß sie gewiß ihre unbedachtsamkeit bereuen solten; worauff sie davon [ge]gangen / auch / als man ihr zwey stunden darauff zu verstehen geben / daß ihre frau mutter so sehr weinete / und niemand vor sich lassen wolte / gantz kaltsinnig zur antwort geben: "Sie ist schuld daran / warum hat sie sich diese verdrießlichkeit zugezogen?" Doch / etliche stunden hernach / als man ihr gesagt / daß ihre frau mutter sich gar nicht zu frieden geben wolte / hat sie selbige wieder besucht / und sehr freundlich begegnet / ohne dessen / was vorgangen / im geringsten zu erwehnen / wodurch diese sich denn auch zwar wieder etwas stillen lassen / gleichwohl ihre reise nach Nieköping fortgesetzet. Weil nun die Königin sich des Bourdelot mit solchem eyfer annahm / so konten seine widerwärtigen eine geraume zeit nichts richten / ja sie musten vielmehr den haß / so sie gegen ihn hegeten / verdrucken / und ihn auf alle weise / der Königin zu gefallen / careßiren; gestalt man denn unter andern observiret / daß fast alle Grandes ihm bey antritt des 1653ten jahres neujahrs-geschencke so reichlich geschickt / daß sich selbige zusammen über 20000 thlr. belauffen haben. Ja / als er bald nach dem wort-wechsel / den die Königin mit ihrer frau mutter seinet wegen gehabt / in eine kranckheit gefallen / haben ihn alle die vornehmsten am hofe / ja die Königin selbst besucht. Endlich / weil er so gar verhaßt bey jederman war / muste sich die Königin entschließen / daß sie / um grösser unglück zu vermeiden / ihm seine dimission gab / worauff er sich denn wieder nach Franckreich gewendet; nachdem ihm die Königin über eine Abtey von 2000 thlr. jährlichen einkommens / so sie ihm in Franckreich kurtz zuvor zu wege bracht / auch bey seiner abreise nebst einem recommendation-schreiben an die Königin in Franckreich 10000 thlr. baar geld / und 20000 thlr. an wechsel-briefen auff den weg gegeben / und ihn in einer von ihren carossen biß auff die gräntzen von Dännemarck bringen lassen. So hatten auch Pfaltzgraf Carl Gustav selbst und sein bruder Johann Adolph [sic] / ungeachtet sie ihm spinnen-feind waren / der Königin zu liebe ihm ihre bildniße / davon das erste auff 2000 / das andere auff 1000 thlr. geschätzt wurden / verehret; wiewohl dieses Pfaltz-Graf Carl Gustaven so schwer eingangen / daß er einen gantzen tag zugebracht / ehe er sich darzu resolviren können / biß ihn endlich einer von seinen vertrautesten erinnert / daß er die Königin / der er / solches zu thun / einmahl versprochen / heftig erzürnen würde / wofern er es nunmehr retractiren wolte / daß er also sich darinnen endlich überwunden. Wie über dem ein jedweder am hofe auf ihn reguard machen müssen / ist aus folgender begebenheit / welche wenigen bekandt / zur gnüge zu erkennen. Es hatte Mons. Bourdelot angestellet / daß der alte Marcus Meibomius, der sich einbildete / daß er die Musicam veterum, davon er ein gelehrtes werck geschrieben / sonderlich verstünde / und damahls bey der Königin Bibliothecarius war / eine concerte aus der alten music in gegenwart der Königin absingen / und Naudæus darnach tantzen solte. Weil aber Meibomius eine schlechte stimme hatte / und daher ein groß gelächter entstand / wurde er darüber so tolle / daß er dernach mit dem Bourdelot / den er schuld daran zu seyn vermeynte / auff der bibliothec anbund / ihn einen ignoranten schalt / und gar an den hals schlug. Allein / wie es Bourdelot der Königin klagte / sagte sie / warum er ihn nicht durch die pagen hätte lassen zum fenster hinaus schmeissen / und muste Meibomius sein bibliothecariat und Schweden quittiren. Allein / nachdem Bourdelot kaum den rücken gewendet / so war auch die grosse gnade aus / und redete die Königin auf das schimpflichste von ihm / so gar / daß / als sie ein paqvet aus Franckreich bekam / und einen brief von ihm darinnen gefunden / sie selbigen nicht einmahl geöffnet / sondern vor die nase gehalten / und gesagt: "Pfuy / wie stinckt das nach artzeney!" auch darauff das schreiben weggeworffen. Ja / als sie bald hernach Mons. du Fresne einiger sachen halber / davon sie vormahls mit Bourdelot geredet / und ihm die direction versprochen hatte / nach Franckreich gesendet / hat sie ihm ausdrücklich verboten / daß er nichts mit Bourdelot daraus communiciren solte / weil sie mir diesem menschen durchaus nichts weiter zu schaffen haben möchte. Allein / die principia, so er der Königin von der religion und andern dingen einmahl beygebracht / seynd mehr als zu wohl beklieben / und haben sich immer mehr und mehr zu jedermans bestürtzung geäusert. Man hat unter andern von ihr vorgegeben / daß sie davor gehalten: man müste Gott lieben / als den ursprung und die quelle alles guten / man müste denselben aber nicht fürchten / weil es sich nicht wohl reimte / vor einem solchen wesen sich zu fürchten / welches seiner eigenschafft nach gut sey und nichts böses thun könne. Vor denen bösen menschen aber müste man sich fürchten / welche des nechsten ehre / leben und güter auff tausenderley art beschädigen könten / und dieses wären die rechten teufel / welche das gemeine volck so steiff und fest glaubete. Ein verständiger mensch solte sich niemahls etwas reuen lassen / auch nicht verzeihen / weil beydes eine unbeständigkeit in sich begreiffe. Man solte zwar zuvor wohl überlegen / was man thun wolte / aber den einmal gefaßten schluß nimmermehr ändern. Die sonderbaren meynungen wären die allerbesten / weil die algemeinen meistentheils verderbet / und mit allerhand aberglauben und irthümern beflecket wären. Was man religion nenne / sey ein bloßer betrug / weil doch die menschen einmahl betrogen seyn wolten. Es wäre ja unmöglich / daß ein glaube / welcher die augen verblende / und ihnen das nachdencken und raisoniren verbiete / wahr seyn solte / und warum solte man doch das jenige / was man mit der vernunfft nicht begreiffen könte / glauben / ja noch darzu sich verbündlich machen / es zu glauben. Das wäre ja recht / als weñ man dem menschen zumuthen wolte / daß er sich selber die augen ausstechen solle / um desto besser zu sehen. So viel verschiedene secten / so in die vier theile der welt ausgebreitet worden / wären nur träume und einbildungen etlicher leute / die solche theils aus einfalt / theils als schalckheit / um sich dadurch einen grossen nahmen zu machen / auffgeworffen hätten. Platonis meynung von der allgemeinē seele der welt / deren die menschliche ein stück wäre / sey so wahrscheinlich / daß sie sich verwundete / warum nicht alle gelehrte selbige angenommen; sie ihres orts glaube keine andere unsterbligkeit der seelen / als diejenige / welche sich in diesem allgemeinen geiste befinde / in welchem die andern nach ihrem tode wieder zurücke kehrten. Moyses sey so ein grosser betrüger als verständiger mann gewesen / und getraue sie sich zu behaupten / daß das bey dem durchgang der Jsraeliten durch das rothe meer angegebene wunderwerck ein falsches vorgeben und alles von ihm durch die ebbe und fluth / von welcher eigenschafft des meeres er gute nachricht gehabt / verbracht worden. Nun lasse ich zwar dahin gestellet seyn / ob dieses alles sich eben in der warheit also verhalten. Allein daß sie doch sonst allerdings seltzame meynungen von der religion gehabt / ist mehr als zu gewiß / und kan man solches unter andern aus dem discurs / den sie kurtz vor aufgebung der regierung gegen ihre frau mutter geführet / abnehmen. Denn als zu Nieköping über der tafel erzehlet ward / daß des General Fletvvoods gemahlin / so der Augspurgischen Confession zugethan gewesen / und ihre mit ihm erzeugte töchter auch in solchem glauben bißher aufziehen lassen / gestorben / und der General durchaus haben wolte / daß seine töchter in der Reformirten religion hinführo erzogen werden solten / hatte sie die Königin anfangs gesagt: "Es wäre schade um die armen kinder / daß sie so um ihre seligkeit gebracht würden." Als nun die verwittibte Königin darauff antwortete: Sie hielte davor / daß man auch bey der Reformirten religion wohl selig werden könte / wenn man sonst from̃ und gottselig lebte / replicirte jene: Sie / die frau mutter / wäre keine gute Lutheranerin wofern sie dieses glaubte; doch wunderte sie sich darüber nicht / denn weil ihr Hr. vater der Reformirten religion zugethan gewesen / so könte man sich leicht einbilden / daß sie noch im̃er innerlich zu derselben inclinirte. Dieser vorwurff verdroß die verwittibte Königin so sehr / daß sie auch mit ziemlicher hefftigkeit antwortete: Sie wäre allerdings eine gute Lutheranerin / und wolte nichts mehr wünschen / als daß sie / die Königin / es so wohl als sie wäre / oder doch zum wenigsten / daß sie nicht schlimmere meynung von der religion hätte / als etwa die Reformirten; so aber hätte man eine geraume zeit her verspüren müssen / daß sie solche reden geführet / die mit der Lutherischen religion / nicht wohl überein kämen / und gläubte sie nicht / daß / wenn ihr Hr. vater König Gustaphus Adolphus noch leben solte / sie dergleichen hätte führen dürffen. Die Königin versetzte darauff: "Es ist mir leid / daß er gestorben; doch bin ich versichert / daß wenn er lebte / ich ihm das jenige / was ich gesagt / zur gnüge wolte erwiesen haben." Und was wolte die Frau mutter wol davon halten / wenn ich sagte / wie viele versichern / daß alle menschen werden selig werden / die beyden so wohl als die Christen." Uber welchen discurs die verwittibte Königin sich so betrübet / daß sie fast die gantze nacht mit weinen zugebracht. Sonst hat sie / nachdem sie einmahl die regierung übernommen / sich überaus jaloux ihrer autorität halber bezeuget / dahero sie auch durchaus haben wollen / daß fremde Ministri dasjenige / was sie anzubringen hätten / ihr selbst unmittelbar vortragen solten; gestalt sie denn auch sonst der uneinigkeit und æmulation unter denen Grandibus sich zu befestigung ihrer autorität artig zu gebrauchen gewust / auch durchaus nicht verstatten wollen / daß ihre leute andern Potentaten auf einigerley weise verpflichtet seyn solten. Dahero sie denn unter andern nicht zugeben wollen / daß Pfaltzgraf Carl Gustav den Orden des hosenbandes / welchen ihm der König von Engelland zugedacht / annehmen / oder Graf Magnus de la Gardie sich zum Reichs-Fürsten machen lassen solte. Jn welchem stücke sie der Königin Elisabeth von Engelland nachahmete / von welcher man erzehlet / daß / als König He[i]nrich der IV von Franckreich zwey Englischen von Adel / Niclas Clifford und Anton Sherley, wegen der guten diensten / so sie ihm bey denen damahligen innerlichen kriegen geleistet / in den Ritter-Orden von S. Michael aufgenommen / sie selbige nach ihrer zurückkunfft in hafft nehmen lassen / und gezwungen / daß sie die Ordens-kette wieder zurücke schicken / und ihre nahmen aus dem Ordens-register wieder auslöschen lassen müssen / mit vorgeben / daß / wie eine rechtschaffene weibes-person ihre augen auf niemand anders / als ihren ehemann richten / also auch ein unterthan auf niemand als seinen rechtmäßigen Ober-Herrn sehen solte / und könte sie durchaus nicht leiden / daß ihre schafe von einer fremden hand gezeichnet würden / oder eines andern hirten pfeiffe folgen solten. Es ist auch vermuthlich diese jalousie über ihrer autorität ursach gewesen an der festen resolution, die sie gefasset / sich niemahls zu verheyrathen / ungeachtet es ihr / wie leicht zu glauben / an gelegenheiten nicht gefehlet.

With modernised spelling:

Den Anfang ihrer Regierung hat sie sofort durch den mit der Cron Dänemark getroffenen und vor die Kron Schweden so vorteilhaften brömsebroschen Frieden berühmt gemacht, welcher den 13. August des 1645 Jahres durch Vermittlung der Kron Frankreich geschlossen, und darinnen denen Schweden Jemterland und Herrendal, samt denen Inseln Gotland und Ösel auf ewig, die Provinz Halland aber auf 30 Jahr abgetreten worden.

Hierauf folgte etliche Jahr hernach der Friede mit Deutschland, welcher zu Osnabrück geschlossen ward, darinnen Schweden die Stifter Bremen und Verden, das Fürstentum Rügen, Herzogtum Vorpommern, und aus Hinterpommern Stettin, Damm, Gollnow, der ganze Oderstrom samt dem Ufer auf beiden Seiten und Anwartung auf das übrige Pommern nach Abgang des kur- und fürstlichen brandenburgischen Hauses, ingleichen die Herrschaft Wismar samt denen Ämtern Poel und Neukloster, und der Schanze der Walfisch genannt, zur Satisfaktion als Reichslehn überlassen, auch zu Bezahlung ihrer Miliz noch über dieses 5 millionen Reichstaler entrichtet worden.

Inzwischen unterließ sie bei denen vielen Regimentssorgen nicht, sich mit denen studiis und allerhand anmutigen Wissenschaften zu ergötzen, zu welchem Ende sie denn die kuriösesten Bücher und scripta mit großem Fleiß und Kosten zusammen suchte, gestalt sie denn unter andern Herrn Ludolph auf ihre Unkosten nach Rom schickte, damit er versuchen sollte, ob er von den alten Briefschaften die Johannes Magnus, Erzbischoff zu Upsal, im vorigen seculo, als er der Religion halber sich aus Schweden weg begeben, mit sich dahin genommen haben sollte, etwas antreffen könnte; sondern auch aus denen in Deutschland eroberten Orten die raresten codices nach Schweden bringen ließ.

Über das legte sie sich eine große Quantität der schönsten Münzen zu, wozu des berühmten Luckii Kabinett, welches sie an sich kaufte, und die herrlichen Medaillen so bei Eroberung Prag aus dem kaiserlichen Kabinett daselbst erbeutet worden — ein großes Beitrugen, wiewohl man doch davor hält, dass Monsieur du Fresne Trichet, welchen sie darüber gesetzet, ihr nicht allzu treulich hierunter vorgestanden, sondern viele der Kuriösesten, nebst vielen vortrefflichen Gemälden von den berühmtesten Künstlern, unter dem Vorwand, als ob sie von schlechter Importanz der Königin abgeschwatzt und mit sich nach Franckreich geschleppt.

Im übrigen ließ sie auch eine große Anzahl der vortrefflichsten Leute, unter anderen den weltberühmten Salmasium, Isaacum Vossium (welchen sie zwar Anfangs, weil er wider Salmasium geschrieben, nicht vor sich lassen wollen), Nicolaum Heinsium, Samuelem Bochartum, Gabrielem Naudæum, Johannem Freinshemium, Johannem Henricum Bœclerum, Renatum Descartes und andere nach Schweden rufen.

Der berühmte Menagius und Guido Patinus wurden auch verschrieben, allein sie haben sich entschuldigt, wiewohl der Erste anfänglich in seiner ecloga, deren er den Titel Christina geben, von Franckreich Abschied zu nehmen und sich schon zu der Reise zu schicken schiene.

An des Andern Stelle wurde hernachmals von Salmasio Bourdelot vorgeschlagen, welcher sich nicht lange bedachte nach Schweden zu gehen. Dieser Mensch, von welchem hernachmals so viel wird zu sagen sein, war eines Barbierers von Sens Sohn, und hieße eigentlich Michon; hat auch in seiner Jugend sich auf die Apothekerkunst gelegt, hernachmals eine Reise in Italien getan, und folgends sich als einen Medikum aufgeführt, wobei er denn vorgeben dürfen, dass er bei Papst Urbano VIII diese Funktion verwaltet, ja gar zum Kardinal gemacht werden sollen, wofern er länger bleiben wollen und nicht über Hals und über Kopf wieder nach Franckreich gangen wäre, welches aber die Wenigsten glauben wollen.

Den Namen Bourdelot hat er von einem seiner Vettern, welcher ihm unter anderen eine ziemlich feine Bibliotek, so auf 3,000 Reichstaler geschätzet war, vermacht angenommen. Er wollte für ungemein gelehrt und sonderlich vor einen trefflichen Poeten angesehen sein, allein die wenigsten seiner Landesleute haben ihm diese Qualitäten zugestehen wollen; vielmehr sieht man, dass Monsieur Chevreau ihn seiner Poesie halber mit Pelletier, Neuf-Germain und andern Pritschmeistern in eine Klasse setzt — ja, es haben etliche versichern wollen, dass er nicht drei Zeilen Latein ohne Schnitzer schreiben können, welches ich an seinen Ort gestellt sein lasse.

Ob er auch von der Religion so gar wenig Staat gemacht, wie ihm einige Schuld geben, will ich hier nicht untersuchen, sondern nur dieses noch erinnern: dass dieser Mensch durch seine Schmeichelei sich so tief bei der Königin insinuiert, dass nicht allein der berühmte Naudæus, sondern auch Monsieur Courtin, so Sekretarius bei der Königin war, und vor Bourdelots Ankunft in großen Gnaden stund, in Ungnaden verfielen und sich wieder zurück begaben — ja, dass auch die Vornehmsten des Königreichs ihm flattieren mussten, wovon in Zukunft mit mehreren wird zu sagen sein.

Damit sie nun mit diesen gelehrten Leuten sich besprechen könnte, stellte sie alle Donnerstage eine öffentliche Konferenz an, so sie deshalber Jovialem zu nennen pflegte, in welcher allerhand kuriöse Materien überlegt wurden.

Bei diesen Umständen nun, und da die Königin so eine große Affektion zu gelehrten Leuten bezeugte, hatte man wohl Ursach, sich zu verwundern, dass sie gegen den unvergleichlichen Hugonem Grotium, so sich bisher als königlicher schwedischer Gesandter in Frankreich aufgehalten, ganz anders erwiesen; inmaßen sie ihn nicht allein einige Zeit nach Antretung ihrer Regierung von der bisherigen Ambassade zurück berufen, sondern auch hernachmals bei der Abschiedsaudienz, so sie ihm vor seiner Abreise aus Schweden ertheilt, allerhand verdrießliche Worte laufen lassen; welche aber dieser vortreffliche Mann nicht weiter beantwortet, als dass er einen tiefen Reverenz gemacht und gesagt: "Madame, ich verbleibe Eurer Majestät untertänigster Diener", und damit seinen Abtritt genommen.

Welche Kaltsinnigkeit die Königin dermaßen verdrossen, dass sie auch gegen die Umstehenden sich vernehmen lassen; es wäre gleichwohl eine große Unhöflichkeit, dass er nicht einmal von ihr Abschied genommen. Allein ein bekannter Franzose, Namens Marigny, der eben dabei zugegen und allem Ansehen nach Grotio wohl affektioniert war, entschuldigte ihn und beredete die Königin, dass es in Frankreich die Mode wäre, mit solchen worten Abschied zu nehmen; so sie denn endlich geglaubt und Grotio noch ein Präsent an Kupfer von mehr als 13,000 Taler nachgeschickt.

Doch hat auch im übrigen die große Affektion, so sie gegen die andern jetzterwähnte Personen bezeugt nicht allzu lange gewährt, sondern sie ist ihrer, weil sie ihr nicht galant genug zu sein dauchten, bald überdrüssig worden; dahero auch die meisten, als Salmasius, Vossius, Bochartus, Freinshemius, Bœclerus und andere, einer nach dem andern, ziemlich unvergnügt weggewandert. Wiewohl etlichen ein jährlich Gnadengeld bei ihrer Abreise war versprochen, aber nachmals nicht allzu richtig bezahlt worden.

Der einzige Bourdelot hat sich noch einige Zeit bei ihr in vorigen Gnaden erhalten, ungeachtet die königliche Frau Mutter; Pfalzgraf Karl Gustav, so zu ihren künftigen successore deklariert war; Graf Magnus de la Gardie, und die meisten Reichsräte samt der ganzen Klerisei ihm Spinnefeind waren, teils weil sie ihn in Verdacht hielten, als ob er die Königin zu allerhand übeln Gedanken von der Religion und Gottes Wort verleitete, teils und sonderlich Graf Magnus, weil Bourdelot von ihm gegen die Königin schimpflich geredet haben soll. Allein die Königin war von diesem Menschen einmal so eingenommen, dass sie, was wider Bourdelot vorgebracht ward, eine lange Zeit durchaus nicht annehmen wollte; ja, sogar den Graf Magnus de la Gardie deshalber disgrazierte und ihre leibliche Frau Mutter seinethalber Übel anließ.

Denn, als diese auf Einraten etlicher Reichsräte sich wagte vor ihrer abreise nach Nyköping, ihr einzureden und vorzustellen, wie die Geistlichkeit und das gesamte Volk sich über Bourdelot beschwerten und Sorge trügen, dass er ihr solche Maximen beibringen würde, welche mit ihrer Vorfahren Religion nicht wohl beisammenstehen könnten; wiewohl sie (die Frau Mutter) nicht hoffen wollte, dass, nachdem der Königin leiblicher Vater, der große Gustavus Adolphus, mit solchem Ruhm selbige bekennt und verteidigt, auch sein Leben davor aufgeopfert, sie die Königin anjetzo sich etwas so damit nicht übereinstimmte, würde bereden lassen.

Hatte sie ihr eine Weile zwar geduldig zugehört, allein, wie die Predigt zu lange dauren wollen, war sie ihr in die Rede gefallen und hatte geantwortet, sie erkennte sich zwar der Frau Mutter wegen ihrer wohlgemeinten Warnung verbunden; allein es wäre diese Materie vor si[e] beide zu hoch, und demnach besser, dass man sie denen Priestern überließe; auch, als jene wieder anfangen wollen, mit einer zornigen Miene gesagt, sie wüsste diejenigen wohl, die sie bewegt dergleichen Reden zu führen, und wollte selbige lehren wer sie die Königin wäre, dass sie gewiss ihre Unbedachtsamkeit bereuen sollten.

Worauf sie davon [ge]gangen, auch, als man ihr zwei Stunden darauf zu verstehen geben, dass ihre Frau Mutter so sehr weinte und niemand vor sich lassen wollte, ganz kaltsinnig zur antwort geben: "Sie ist Schuld daran; warum hat sie sich diese Verdrießlichkeit zugezogen?"

Doch, etliche Stunden hernach, als man ihr gesagt, dass ihre Frau Mutter sich gar nicht zufrieden geben wollte, hat sie selbige wieder besucht und sehr freundlich begegnet ohne dessen, was vorgangen, im geringsten zu erwähnen, wodurch diese sich denn auch zwar wieder etwas stillen lassen, gleichwohl ihre Reise nach Nyköping fortgesetzt.

Weil nun die Königin sich des Bourdelot mit solchem Eifer annahm, so konnten seine Widerwärtigen eine geraume Zeit nichts richten; ja, sie mussten vielmehr den Hass so sie gegen ihn hegten, verdrucken, und ihn auf alle Weise, der Königin zu gefallen, karessieren; Gestalt man denn unter andern observiert, dass fast alle grandes ihm bei Antritt des 1653ten Jahres Neujahrsgeschenke so reichlich geschickt, dass sich selbige zusammen über 20,000 Taler belaufen haben. Ja, als er bald nach dem Wortwechsel, den die Königin mit ihrer Frau Mutter seinetwegen gehabt, in eine Krankheit gefallen, haben ihn alle die vornehmsten am Hofe, ja die Königin selbst, besucht.

Endlich, weil er sogar verhasst bei jedermann war, musste sich die Königin entschließen, dass sie, um größer Unglück zu vermeiden, ihm seine Dimission gab, worauf er sich denn wieder nach Frankreich gewendet; nachdem ihm die Königin über eine Abtei von 2,000 Taler jährlichen Einkommens, so sie ihm in Frankreich kurz zuvor zu Wege bracht, auch bei seiner Abreise nebst einem Rekommendationschreiben an die Königin in Frankreich 10,000 Taler bar Geld und 20,000 Taler an Wechselbriefen auf den Weg gegeben, und ihn in einer von ihren Karossen bis auf die Gränzen von Dänemark bringen lassen.

So hatten auch Pfalzgraf Karl Gustav selbst und sein Bruder Johann Adolph [sic], ungeachtet sie ihm Spinnenfeind waren, der Königin zu Liebe ihm ihre Bildnis, davon das Erste auf 2,000, das andere auf 1,000 Taler geschätzt wurden, verehrt; wiewohl dieses Pfalzgraf Karl Gustaven so schwer eingangen, dass er einen ganzen Tag zugebracht, ehe er sich dazu resolvieren können, bis ihn endlich einer von seinen vertrautesten erinnert, dass er die Königin, der er solches zu tun einmal versprochen heftig erzürnen würde; wofern er es nunmehr retraktieren wollte, dass er also sich darinnen endlich überwunden.

Wie über dem ein jedweder am Hofe auf ihn Regard machen müssen, ist aus folgender Begebenheit, welche wenigen bekannt, zur Genüge zu erkennen. Es hatte Monsieur Bourdelot angestellt, dass der alte Marcus Meibomius, der sich einbildete, dass er die musicam veterum, davon er ein gelehrtes Werk geschrieben, sonderlich verstünde, und damals bei der Königin bibliothecarius war, eine Konzert aus der alten Musik in Gegenwart der Königin absingen, und Naudæus danach tanzen sollte.

Weil aber Meibomius eine schlechte Stimme hatte, und daher ein groß Gelächter entstand, wurde er darüber so tolle, dass er dernach mit dem Bourdelot, den er Schuld daran zu sein vermeinte, auf der Bibliothek anbund, ihn einen Ignoranten schalt und gar an den Hals schlug. Allein, wie es Bourdelot der Königin klagte, sagte sie, warum er ihn nicht durch die Pagen hätte lassen zum Fenster hinaus schmeißen; und musste Meibomius sein Bibliothekariat und Schweden quittieren.

Allein, nachdem Bourdelot kaum den Rücken gewendet, so war auch die große Gnade aus; und redete die Königin auf das Schimpflichste von ihm, sogar, dass, als sie ein Paket aus Frankreich bekam und einen Brief von ihm darinnen gefunden, sie selbigen nicht einmal geöffnet, sondern vor die Nase gehalten und gesagt: "Pfui, wie stinkt das nach Artzenei!", auch darauf das Schreiben weggeworfen.

Ja, als sie bald hernach Monsieur du Fresne einiger Sachen halber, davon sie vormals mit Bourdelot geredet und ihm die Direktion versprochen hatte, nach Frankreich gesendet, hat sie ihm ausdrücklich verboten, dass er nichts mit Bourdelot daraus kommunizieren sollte, weil sie mir diesem Menschen durchaus nichts weiter zu schaffen haben möchte. Allein die principia, so er der Königin von der Religion und andern Dingen einmal beigebracht, sind mehr als zu Wohl beklieben, und haben sich immer mehr und mehr zu jedermanns Bestürzung geäußert.

Man hat unter anderen von ihr vorgegeben, dass sie davor gehalten:

Man müsste Gott lieben, als den Ursprung und die Quelle alles Guten; man müsste denselben aber nicht fürchten, weil es sich nicht wohl reimte, vor einem solchen Wesen sich zu fürchten, welches seiner Eigenschaft nach Gut sei und nichts Böses tun könne. Vor denen bösen Menschen aber müsste man sich fürchten, welche des Nächsten Ehre, Leben und Güter auf tausenderlei Art beschädigen könnten, und dieses wären die rechten Teufel, welche das gemeine Volk so steif und fest glaubte.

Ein verständiger Mensch sollte sich niemals etwas reuen lassen, auch nicht verzeihen, weil beides eine Unbeständigkeit in sich begreife. Man sollte zwar zuvor wohl überlegen, was man tun wollte, aber den einmal gefassten Schluss nimmermehr ändern. Die sonderbaren Meinungen wären die allerbesten, weil die allgemeinen meistenteils verderbt und mit allerhand Aberglauben und Irrtümern befleckt wären.

Was man Religion nenne, sei ein bloßer Betrug, weil doch die Menschen einmal betrogen sein wollten. Es wäre ja unmöglich, dass ein Glaube welcher die Augen verblende, und ihnen das Nachdenken und Räsonieren verbiete, wahr sein sollte; und warum sollte man doch dasjenige was man mit der Vernunft nicht begreifen könnte glauben, ja noch dazu sich verbündlich machen, es zu glauben?

Das wäre ja recht, als wenn man dem Menschen zumuten wollte, dass er sich selber die Augen ausstechen solle, um desto besser zu sehen. So viel verschiedene Sekten, so in die vier Teile der Welt ausgebreitet worden, wären nur Träume und Einbildungen etlicher Leute, die solche teils aus Einfalt, teils als Schalkheit, um sich dadurch einen großen Namen zu machen, aufgeworfen hätten.

Platonis Meinung von der allgemeinen Seele der Welt, deren die Menschliche ein Stück wäre, sei so wahrscheinlich, dass sie sich verwundete, warum nicht alle Gelehrte selbige angenommen? Sie ihres Orts glaube keine andere Unsterbligkeit der Seelen, als diejenige, welche sich in diesem allgemeinen Geiste befinde, in welchem die Anderen nach ihrem Tode wieder zurückkehrten.

Moyses sei so ein großer Betrüger als verständiger Mann gewesen, und getraue sie sich zu behaupten, dass das bei dem Durchgang der Israeliten durch das Rote Meer angegebene Wunderwerk ein falsches Vorgeben und alles von ihm durch die Ebbe und Flut, von welcher Eigenschaft des Meeres er gute Nachricht gehabt, verbracht worden.

Nun lasse ich zwar dahin gestellt sein, ob dieses alles sich eben in der Wahrheit also verhalten. Allein dass sie doch sonst allerdings seltsame Meinungen von der Religion gehabt, ist mehr als zu gewiss; und kann man solches unter anderen aus dem Diskurs, den sie kurz vor Aufgebung der Regierung gegen ihre Frau Mutter geführt, abnehmen.

Denn als zu Nyköping über der Tafel erzählt ward, dass des General Fleetwoods Gemahlin, so der augsburgischen Konfession zugetan gewesen, und ihre mit ihm erzeugte Töchter auch in solchem Glauben bisher aufziehen lassen, gestorben, und der General durchaus haben wollte, dass seine Töchter in der reformierten Religion hinführo erzogen werden sollten, hatte sie die Königin anfangs gesagt: "Es wäre schade um die armen Kinder, dass sie so um ihre Seligkeit gebracht würden."

Als nun die verwittibte Königin darauf antwortete, sie hielte dafür, dass man auch bei der reformierten Religion wohl selig werden könnte, wenn man sonst fromm und gottselig lebte, replizierte jene, sie (die Frau Mutter) wäre keine gute Lutheranerin wofern sie dieses glaubte; doch wunderte sie sich darüber nicht, denn weil ihr Herr Vater der reformierten Religion zugetan gewesen, so könnte man sich leicht einbilden, dass sie noch immer innerlich zu derselben inklinierte.

Dieser Vorwurf verdross die verwittibte Königin so sehr, dass sie auch mit ziemlicher Heftigkeit antwortete, sie wäre allerdings eine gute Lutheranerin und wollte nichts mehr wünschen, als dass sie, die Königin, es so wohl als sie wäre, oder doch zum wenigsten, dass sie nicht schlimmere Meinung von der Religion hätte, als etwa die Reformierten; so aber hätte man eine geraume Zeit her verspüren müssen, dass sie solche Reden geführt, die mit der lutherischen Religion nicht wohl überein kämen; und gläubte sie nicht, dass, wenn ihr Herr Vater König Gustavus Adolphus noch leben sollte, sie dergleichen hätte führen dürfen.

Die Königin versetzte darauf: "Es ist mir leid, dass er gestorben; doch bin ich versichert, dass wenn er lebte, ich ihm dasjenige, was ich gesagt, zur Genüge wollte erwiesen haben."

"Und was wollte die Frau Mutter wohl davon halten, wenn ich sagte (wie viele versichern), dass alle Menschen werden selig werden, die Beiden so wohl als die Christen?"

Über welchen Diskurs die verwittibte Königin sich so betrübt, dass sie fast die ganze Nacht mit Weinen zugebracht. Sonst hat sie [Christina], nachdem sie einmal die Regierung übernommen, sich überaus jaloux ihrer Autorität halber bezeugt, dahero sie auch durchaus haben wollen, dass fremde ministri dasjenige, was sie anzubringen hätten, ihr selbst unmittelbar vortragen sollten; Gestalt sie denn auch sonst der Uneinigkeit und Ämulation unter denen grandibus sich zu Befestigung ihrer Autorität artig zu gebrauchen gewusst, auch durchaus nicht verstatten wollen, dass ihre Leute andern Potentaten auf einigerlei Weise verpflichtet sein sollten.

Dahero sie denn unter anderen nicht zugeben wollen, dass Pfalzgraf Karl Gustav den Orden des Hosenbandes, welchen ihm der König von England zugedacht, annehmen, oder Graf Magnus de la Gardie sich zum Reichsfürsten machen lassen sollte.

In welchem Stücke sie der Königin Elisabeth von England nachahmete, von welcher man erzählt, dass, als König Heinrich der IV von Frankreich zwei Englischen von Adel, Niklas Clifford und Anton Shirley, wegen der guten Diensten, so sie ihm bei denen damaligen innerlichen Kriegen geleistet, in den Ritterorden von Sankt Michael aufgenommen, sie selbige nach ihrer Zurückkunft in haft nehmen lassen, und gezwungen, dass sie die Ordenskette wieder zurückschicken und ihre Namen aus dem Ordensregister wieder auslöschen lassen müssen, mit Vorgeben, dass, wie eine rechtschaffene Weibesperson ihre Augen auf niemand anders als ihren Ehemann richten; also auch ein Untertan auf niemand als seinen rechtmäßigen Oberherren sehen sollte, und könnte sie durchaus nicht leiden, dass ihre Schafe von einer fremden Hand gezeichnet würden, oder eines andern Hirten Pfeiffe folgen sollten.

Es ist auch vermutlich diese Jalousie über ihrer Autorität Ursach gewesen an der festen Resolution, die sie gefasst, sich niemals zu verheiraten, ungeachtet es ihr, wie leicht zu glauben, an Gelegenheiten nicht gefehlt.

English translation (my own):

The beginning of her reign was immediately made famous by the Peace of Brömsebro, which she concluded with the Crown of Denmark and which was so advantageous to the Crown of Sweden. This peace was concluded on August 13, 1645, through the mediation of the Crown of France, and in which Jämtland and Härjedalen, together with the islands of Gotland and Ösel, were ceded to the Swedes forever, but the province of Halland for 30 years.

This was followed several years later by the peace with Germany, which was concluded at Osnabrück, in which Sweden received the bishoprics of Bremen and Verden, the principality of Rugia, the duchy of Fore Pomerania, and from Farther Pomerania Stettin, Damm, Gollnow, the entire Oder river including the banks on both sides, and the expectation of the rest of Pomerania after the demise of the electoral and princely house of Brandenburg, as well as the dominion of Wismar, including the counties of Poel and Neukloster and the fort called Walfisch, as a fief of the realm for satisfaction, and more than 5 million riksdalers were paid to pay her militia.

Meanwhile, despite the many cares of ruling, she did not neglect to amuse herself with studies and all kinds of charming sciences, for which purpose she sought out the most curious books and scripts with great diligence and expense, and among other things she sent Mr. Ludolf to Rome at her own expense so that he could try to find any of the old letters that Johannes Magnus, Archbishop of Uppsala, had taken with him in the previous century when he left Sweden for religious reasons. She also had the rarest codices brought to Sweden from the places conquered in Germany.

In addition, she acquired a large quantity of the finest coins, to which she added Luckius' famous cabinet, which she bought for herself, and the magnificent medals which were captured from the imperial cabinet there at the time of the conquest of Prague — a great contribution, although it is believed that Monsieur du Fresne Trichet, whom she had put in charge, did not look after her very faithfully in this regard, but rather many of the most curious, along with many excellent paintings by the most famous artists, under the pretext that one had cajoled the Queen into getting rid of them due to their bad importance and dragged them along to France.

Moreover, she also summoned a large number of the most distinguished people to Sweden, among them the world-famous Saumaise, Isaac Vossius (whom she did not want to admit at first because he had written against Saumaise), Nicolaus Heinsius, Samuel Bochart, Gabriel Naudé, Johann Freinsheim, Johann Heinrich Boeckler, René Descartes and others.

The famous Ménage and Gui Patin were also invited, but they excused themselves, although the former initially seemed in his eclogue, to which he gave the title Kristina, to be saying goodbye to France and already preparing to travel.

Saumaise later suggested Bourdelot as the other candidate, but he did not hesitate to go to Sweden. This man, of whom much will be said later, was the son of a barber from Sens, and was actually called Michon. In his youth he had also studied the apothecary art, later travelled to Italy and then posed as a doctor, claiming that he was in charge of this function under Pope Urban VIII, and would even have been made a cardinal if he had wanted to stay longer and not rushed back to France, which very few people would believe.

He took the name Bourdelot from one of his uncles, who, among other things, left him a rather fine library, valued at 3,000 Reichstalers. He claimed to be extremely learned and especially regarded as an excellent poet, but very few of his countrymen were willing to grant him these qualities; rather, one sees that Monsieur Chevreau puts him in the same class as Pelletier, Neuf-Germain and other buffoons because of his poetry — indeed, some have wanted to assure that he could not write three lines of Latin without making a mistake, which I will put in its place.

I will not examine here whether he made as little of a show of religion as some blame him for, but I will only remind you that this man, through his flattery, insinuated himself so deeply with the Queen that not only the famous Naudé, but also Monsieur Courtin, who was secretary to the Queen and who was in great favour before Bourdelot's arrival, fell into disgrace and returned home — indeed, that even the noblest men of the kingdom had to flatter him, of which more will be said in the future.

So that she could now speak with these learned people, she held a public conference every Thursday, which she therefore used to call Jovial, in which all kinds of curious matters were discussed.

Under these circumstances, and since the Queen displayed such a great affection for learned people, there was reason to be surprised that she behaved quite differently toward the incomparable Hugo Grotius, who had previously served as royal Swedish ambassador in France. Not only did she recall him from his previous embassy some time after her accession to her reign, but she also subsequently uttered all sorts of peevish words at the farewell audience she granted him before his departure from Sweden. To these, however, this excellent man offered no further response than to make a profound bow and say: "Madame, I remain Your Majesty's most humble servant", and he thus departed.

This coldness so irritated the Queen that it even made itself heard by those around her; it would nevertheless be a great impoliteness that he had not even taken leave of her. However, a well-known Frenchman named Marigny, who was present at the time and, by all appearances, was quite affectionate to Grotius, excused him and persuaded the Queen that it was the fashion in France to take leave with such words; so she finally believed him and sent Grotius a gift of more than 13,000 dalers in copper.

However, the great affection she showed toward the other persons just mentioned did not last very long, but she soon grew weary of them because they seemed insufficiently gallant to her. Therefore, most of them, such as Saumaise, Vossius, Bochart, Freinsheim, Boeckler, and others, departed one after another rather disgruntled. Although several of them had been promised an annual stipend upon their departure, this was not properly paid afterward.

Bourdelot alone remained with her for some time in his former favour, despite the fact that her royal lady mother; Count Palatine Karl Gustav, who had been declared her future successor; Count Magnus de la Gardie, and most of the councilmen, along with the whole clergy, were utterly hostile to him, partly because they suspected him of leading the Queen into all sorts of evil thoughts about religion and the Word of God, and partly and especially Count Magnus, because Bourdelot was said to have spoken slanderously against the Queen through him. However, the Queen was once so taken with this man that for a long time she would not accept anything that was said against Bourdelot; indeed, she even disgraced Count Magnus de la Gardie for it and accused her own natural lady mother of evil on his account.

For when, on the advice of several councilmen, she dared, before her departure to Nyköping, to persuade her and represent to her how the clergy and all the people complained about Bourdelot and were worried that he would teach her maxims which could not be in harmony with the religion of her forefathers; although she (the lady mother) did not want to hope that, after the Queen's natural father, the great Gustav Adolf, had so famously confessed and defended it, and had even sacrificed his life for it, she would now allow the Queen to be persuaded to do anything that did not agree with it.

She had listened to her patiently for a while, but when the sermon seemed to be going on too long, she interrupted her and replied that she felt a sense of solidarity with her lady mother for her well-intentioned warning; but that this matter was too difficult for both of them, and it would therefore be better to leave it to the priests. And when they were about to begin again, she said with an angry mien that she knew very well those who had persuaded her to make such statements, and she wanted to teach them who she, the Queen, was, so that they would surely repent of their thoughtlessness.

Whereupon she left. Even when two hours later one gave her to understand that her lady mother was crying so much and would not let anyone see her, she replied quite coldly: "It's her fault; why has she brought this annoyance upon herself?"

However, several hours later, when it was told her that her lady mother would not at all let herself be satisfied, she visited her again and treated her very kindly without mentioning what had happened, which did calm her down somewhat, but she nevertheless continued her journey to Nyköping.

Because the Queen took Bourdelot under such zeal, his enemies were unable to remedy her situation for a considerable time. Indeed, they had to suppress the hatred they harboured against him and caress him in every way in order to please the Queen. Among other things, it has been observed that almost all the grandees sent him such lavish New Year's gifts at the beginning of 1653 that they totaled over 20,000 dalers. Indeed, when he fell ill shortly after the quarrel between the Queen and her mother concerning him, all the most distinguished people at court, including the Queen herself, visited him.

Finally, because he was hated by everyone, the Queen had to decide to give him his dismissal in order to avoid greater misfortune, whereupon he returned to France; after the Queen had given him an abbey with an annual income of 2,000 dalers, which she had recently arranged for him in France, and after he had left, she also gave him 10,000 dalers in cash and 20,000 dalers in bills of exchange, along with a letter of recommendation to the Queen of France, and she had him brought to the borders of Denmark in one of her carriages.

Thus, Count Palatine Karl Gustav himself and his brother Johan Adolf [sic], despite being his worst enemy, had, out of love for the Queen, presented him with her portraits, the first of which was valued at 2,000 and the other at 1,000 dalers; although this had been so difficult for Count Palatine Karl Gustav that he spent a whole day before he could decide to do it, until finally one of his closest friends reminded him that he would greatly anger the Queen, to whom he had once promised to do this, if he were to retract it, so that he had therefore finally overcome his fear.

How much everyone at court had to show regard for him is clearly evident from the following incident, which is known to few. Monsieur Bourdelot had arranged for old Marcus Meibomius, who imagined himself to have a special understanding of ancient music, on which he had written a learned work, and who was then the Queen's librarian, to sing a concert of ancient music in the Queen's presence, and for Naudé to dance to it.

But because Meibomius had a bad voice, which caused much laughter, he became so furious that he dragged Bourdelot, whom he believed to be responsible, to the library, called him an ignoramus, and even punched him in the neck. But when Bourdelot complained to the Queen, she asked him why he had not had the pageboys throw him out the window; and Meibomius had to quit his position as librarian and quit Sweden.

But as soon as Bourdelot had turned his back, the great grace was gone; and the Queen spoke of him in the most disgraceful manner, so much so that when she received a parcel from France and found a letter from him inside, she did not even open it, but held it up to her nose and said: "Ugh, how it stinks of medicine!", and then threw the letter away.

Indeed, when she soon afterward sent Monsieur du Fresne to France on account of some matters she had previously discussed with Bourdelot and promised him the direction of, she expressly forbade him from communicating anything with Bourdelot about them, because she absolutely did not want to have anything more to do with that man. But the principles he once taught the Queen about religion and other matters were more than well received and, to everyone's consternation, have become more and more apparent.

Among other things, it has been claimed that she held the following:

One should love God as the origin and source of all good; but one should not fear Him, because it does not make sense to fear such a being who is inherently good and can do no evil. But one should fear evil men, who can damage one's neighbour's honour, life, and property in a thousand different ways, and these are the real devils whom the common people so stiffly and firmly believe in.

A prudent person should never regret anything nor forgive, because both involve inconstancy. One should consider carefully beforehand what one intends to do, but one should never change a conclusion once formed. The peculiar opinions are the very best, because the common ones are mostly corrupt and tainted with all kinds of superstitions and errors.

What is called religion is a mere deception, because people want to be deceived once in a while. It would be impossible for a belief that blinds the eyes and forbids reflection and reasoning to be true; and why should one believe what one cannot comprehend with reason, and why even make oneself obliged to believe it?

That would be like asking people to put out their own eyes in order to see better. So many different sects, spread throughout the four corners of the world, would be merely the dreams and fantasies of a few people, who had created them partly out of naïveté, partly out of mischief, so as to make a great name for themselves.

Plato's opinion of the universal soul of the world, of which the human soul is a part, was so probable that it was unsettling. Why did all scholars accept it? For her part, she believed in no other immortality of souls than that which resides in this universal spirit, to which others return after their death.

Moses was as great a deceiver as he was a prudent man, and she dared to assert that the miracle attributed to the Israelites' passage through the Red Sea was a false pretense and that everything had been caused by the ebb and flow of the tides, of which property of the sea he had good news.

Now, I will leave it open whether all this is actually true. However, it is more than certain that she otherwise had strange opinions about religion; and this can be inferred, among other things, from the discourse she had with her lady mother shortly before she gave up the government.

For when it was reported at the table in Nyköping that General Fleetwood's wife, who had been devoted to the Augsburg Confession and had also raised her daughters with him in that faith, had died, and the General was determined that his daughters should henceforth be raised in the Reformed religion, the Queen had at first said: "It would be a shame for the poor children that they should be deprived of their salvation in this way."

When the widowed Queen replied that she believed that one could also be saved in the Reformed religion if one otherwise lived a pious and godly life, the Queen replied that she (the lady mother) would not be a good Lutheran if she believed this; but she was not surprised by this, for since her lord father had been devoted to the Reformed religion, one could easily imagine that she still inwardly inclined towards it.

This reproach annoyed the widowed Queen so much that she replied with some vehemence that she was indeed a good Lutheran and wished for nothing more than that she, the Queen, should be as well as she was, or at least that she should not have a worse opinion of religion than, say, the Reformed; but one should have sensed for some time that she had made such statements that were not in harmony with the Lutheran religion; and she did not believe that if her lord father, King Gustav Adolf, were still alive, she would have been allowed to make such statements.

To this the Queen replied: "I am sorry that he is dead; but I am assured that if he lived, I would have done him justice for what I have said."

"And what would my Lady Mother think if I said (as many assure) that all people will be saved, both them and the Christians?"

The widowed Queen was so distressed by this discourse that she spent almost the entire night weeping. Otherwise, after taking over the government, she [Kristina] showed herself extremely jealous of her authority, and therefore she insisted that foreign ministers should present their proposals directly to her. Moreover, she also knew how to use the dissension and emulation [jealousy, rivalry] among the grandees to strengthen her authority, and she absolutely refused to allow her people to be in any way beholden to other potentates.

Therefore, among other things, she did not want to allow Count Palatine Karl Gustav to accept the Order of the Garter, which the King of England intended for him, or Count Magnus de la Gardie to allow himself to be made a prince of the Realm.

In this respect she imitated Queen Elizabeth of England, of whom it is said that when King Henry IV of France admitted two English noblemen, Nicholas Clifford and Anthony Shirley, into the Order of St. Michael for the good services they had rendered him during the internal wars at that time, she had them imprisoned upon their return and compelled them to return the chain of the Order and to have their names blotted out from the register of the Order, on the grounds that, just as an upright woman should fix her eyes on no one but her husband, so too should a subject look on no one but his rightful overlord, and she could not at all tolerate that her sheep should be marked by a strange hand or should follow the pipe of another shepherd.

It was probably this jealousy of her authority that led to her firm resolution never to marry, despite the fact that, as is easy to believe, she had no lack of opportunities.


Above: Kristina.


Above: Pierre Bourdelot.


Above: Maria Eleonora.


Above: Christian Stieff.

Notes: Ösel is the old German and Swedish name for the Estonian island of Saaremaa.

Stettin is the German name for the town of Szczecin in what is now the West Pomeranian Voivodeship in Poland.

Damm is the German name for Dąbie, a municipal neighbourhood of Szczecin (Stettin) in what is now the West Pomeranian Voivodeship in Poland.

Gollnow is the German name for Goleniów, a town in what is now the West Pomeranian Voivodeship in Poland.

Walfisch is an uninhabited island in the Bay of Mecklenburg in the Baltic Sea. During the Thirty Years' War there was a fortress there, but it was destroyed in 1717 after the Northern Wars, and today the island is a nature reserve.

Monday, November 17, 2025

Summary of Coenraad van Beuningen's letter to the government of the United Provinces in The Hague, dated March 19/29 (New Style), 1653

Source:

Handlingar rörande Sverges historia, volume 4, page 283, published by Anders Fryxell, 1843


The letter summary:

... [Stockholm] d. 29 Mars 1653. — Riksamiralen sjelf dref ifrigt på flottans upphjelpande; 15 eller 16 skepp äro snart i ordning; matförråd föga. — Spanska sändebudet har alla veckor audiens och stor acces hos drottningen; dock försäkrar hon franska sändebudet, att hon alltid skall blifva franskt sinnad, Holland tillgifven och ej fiendtlig mot Danmark. Dessa yttranden väckte allmänt misstroende, äfvenså Spaniens nära vänskap. — Man föregaf i Sverge, att Danmark hemligt motarbetat Sverges försoning med Polen i Lybeck. — Man sade ock, att Ulfelds svåger, som var med honom här, på en eftermiddag två eller tre gånger sprungit med bud mellan drottningen och den tillsängsliggande sjuke Ulfeld. Dagen derpå hade en, som var i stor nåd hos drottningen, två timmar samtalat med Ulfeld och dervid haft danska kartan framme. Ulfeld spridde det rykte, att England infallit i Norge; talte alltid illa om Danmark, väl om England.

With modernised spelling:

... [Stockholm] den 29 mars 1653. — Riksamiralen själv drev ivrigt på flottans upphjälpande; 15 eller 16 skepp äro snart i ordning; matförråd föga. — Spanska sändebudet har alla veckor audiens och stor acces hos drottningen; dock försäkrar hon franske sändebudet att hon alltid skall bliva franskt sinnad, Holland tillgiven och ej fientlig mot Danmark. Dessa yttranden väckte allmänt misstroende, ävenså Spaniens nära vänskap. — Man föregav i Sverige att Danmark hemligt motarbetat Sveriges försoning med Polen i Lübeck. — Man sade ock att Ulfeldts svåger, som var med honom här, på en eftermiddag två eller tre gånger sprungit med bud mellan drottningen och den tillsängsliggande sjuke Ulfeldt. Dagen därpå hade en som var i stor nåd hos drottningen två timmar samtalat med Ulfeldt och därvid haft danska kartan framme. Ulfeldt spridde det rykte att England infallit i Norge; talte alltid illa om Danmark, väl om England.

English translation (my own):

... Stockholm, March 29, 1653. — The Grand Admiral himself eagerly pushed for the redress of the fleet; 15 or 16 ships are soon in order; food supply little. — The Spanish envoy has an audience and great access with the Queen every week; however, she assures the French envoy that she will always be French-minded, fond of Holland and not hostile to Denmark. These statements aroused general distrust, even Spain's close friendship. — It was alleged in Sweden that Denmark secretly opposed Sweden's reconciliation with Poland in Lübeck. — It was also said that Ulfeldt's brother-in-law, who was with him here, ran two or three times in one afternoon with messages between the Queen and the bedridden, sick Ulfeldt. The following day, someone who was in great favour with the Queen had a two-hour conversation with Ulfeldt, having the Danish map in front of him. Ulfeldt spread the rumour that England had invaded Norway; he always spoke ill of Denmark and well of England.


Above: Kristina.


Above: Antonio Pimentel.


Above: Corfitz Ulfeldt.


Above: Coenraad van Beuningen.

Summary of Coenraad van Beuningen's letter to the government of the United Provinces in The Hague, dated March 12/22 (New Style), 1653

Source:

Handlingar rörande Sverges historia, volume 4, page 283, published by Anders Fryxell, 1843


The letter summary:

... [Stockholm] d. 22 Mars 1653. — De bönder, som på 2 á 3 ställen i riket hafva sammanrotat sig, hafva tagit bättre råd, och skilt sig åt, hvar till sitt hem.

With modernised spelling:

... [Stockholm] den 22 mars 1653. — De bönder som på 2 à 3 ställen i riket hava sammanrotat sig hava tagit bättre råd och skiljt sig åt, var till sitt hem.

English translation (my own):

... Stockholm, March 22, 1653. — The peasants who have congregated in 2 or 3 places in the kingdom have taken better advice and dispersed, each to their homes.

Summary of Coenraad van Beuningen's letter to the government of the United Provinces in The Hague, dated March 5/15 (New Style), 1653

Source:

Handlingar rörande Sverges historia, volume 4, page 283, published by Anders Fryxell, 1843


The letter summary:

... [Stockholm] d. 15 Mars 1653. — I allt tycktes råda en nära vänskap mellan Sverge och Spanien. — En neapolitansk missnöjd herre väntades till Stockholm. Pimentelli sökte öfvertala drottningen att ej emottaga honom.

With modernised spelling:

... [Stockholm] den 15 mars 1653. — I allt tycktes råda en nära vänskap mellan Sverige och Spanien. — En neapolitansk missnöjd herre väntades till Stockholm. Pimentelli sökte övertala drottningen att ej emottaga honom.

English translation (my own):

... Stockholm, March 15, 1653. — In everything there seemed to be a close friendship between Sweden and Spain. — A disaffected Neapolitan gentleman was expected in Stockholm. Pimentel tried to persuade the Queen not to receive him.


Above: Kristina.


Above: Antonio Pimentel.

Summary of Coenraad van Beuningen's letter to the government of the United Provinces in The Hague, dated February 26/March 8 (New Style), 1653

Source:

Handlingar rörande Sverges historia, volume 4, pages 282 to 283, published by Anders Fryxell, 1843


The letter summary:

... [Stockholm] d. 8 Mars 1653. — Pimentelli var i god estime hos drottningen; hade fått befallning stanna som extra ordinarie ambassadör; ovisst för hvad ändamål; sökte andra rum. — Kring Norrköping hade 300 bönder under ledning af en upprorsmakare sammangaddat sig, att, som de sade, försvara sig emot adelns slafveri. Hofvet hade ditsändt någon, som med föreställningar öfvertalade dem att skiljas. — Rikskanslern låg till sängs, nu på åttonde dagen.

With modernised spelling:

... [Stockholm] den 8 mars 1653. — Pimentelli var i god estim hos drottningen; hade fått befallning stanna som extraordinarie ambassadör; ovisst för vad ändamål; sökte andra rum. — Kring Norrköping hade 300 bönder under ledning av en upprorsmakare sammangaddat sig att, som de sade, försvara sig emot adelns slaveri. Hovet hade ditsänt någon som med föreställningar övertalade dem att skiljas. — Rikskanslern låg till sängs, nu på åttonde dagen.

English translation (my own):

... Stockholm, March 8, 1653. — Pimentel was in good esteem with the Queen; he had been ordered to remain as ambassador extraordinary; uncertain for what purpose; looked for other places. — Around Norrköping, 300 peasants under the leadership of a rabblerouser had banded together to, as they said, defend themselves against the slavery of the nobility. The court had sent someone there to persuade them to disperse. — The Grand Chancellor was in bed, now for the eighth day.


Above: Kristina.


Above: Antonio Pimentel.


Above: Axel Oxenstierna.


Above: Coenraad van Beuningen.

Sunday, November 16, 2025

Francis William Bain on Kristina's abdication

Source:

Christina, Queen of Sweden, pages 238 to 241, by Francis William Bain, 1890; original at the University of Connecticut Library


Kristina's act of abdication, dated June 6/16 (Old Style), 1654, is here:


Karl Gustav's letter of assurance to Kristina, of the same date, is here:


Kristina's farewell speech is here:


The account:

At length the day came. On June 6, Christina and the king-elect entered the Senate, and the Act of abdication was read, by which she resigned the crown for ever, herself and her posterity, and recognized Charles as her successor, provided that he maintained her rights to her revenues. She was tied by no conditions except that of doing nothing injurious to the State; she was to be subject and accountable to no one, and was to reserve supreme power and jurisdiction over her domestics and the members of her household. This, and another Act, in which the Prince promised to observe these conditions, being signed, the grand officers clothed the Queen in her royal robes and placed the crown on her head; she took in her right hand the Sceptre, and in her left the Golden Ball; two Senators, representing the Grand Marshal and the Treasurer, went before her, carrying the Sword and the Key. In this state she entered the grand hall of the Castle, where all the Estates of the realm, the foreign ambassadors, and the ladies of the Court were assembled. She mounted the daïs, and sat for the last time in the silver throne: behind her were her Grand Chamberlain and her Captain of the Guard; on her left, the Prince.

Schering Rosenhane then read in a loud voice the two Acts, which he handed respectively to the Queen and the Prince. Then, at a given signal, the grand officers came forward to receive the royal insignia. But Count Brahé would not take the crown off her head, and she had to do it herself. Then she removed the royal mantle, which was seized by the nearest spectators, and torn into a thousand pieces: each one wishing to carry away a memorial of the Queen they were never again to see. Divested of her royal trappings, Christina, no longer the Queen, stepped forward in a dress of plain white silk, and spoke to the assembly, bidding them farewell in an affecting speech: — "I thank Almighty God, who caused me to be born of a royal stock, and raised me to be Queen over so large and mighty a kingdom: and for that he has granted me so uncommon a measure of success and blessing. I thank, too, those nobles who preserved the State when I was in tender years, and likewise the Senate and the Estates for the fidelity and attachment they have shown me." She then recounted all that had been done in Sweden during the ten years of her reign, and solemnly affirmed that in a difficult position she had done nothing for which she had to reproach herself; she had sacrificed her own time and repose to the welfare of her people. She spoke of her father, Gustavus Adolphus, and what he had done for Sweden; then[,] turning to the Prince, she praised his fine qualities, and predicted that he would increase the national glory. She bade them transfer to him the fidelity they had shown to her, and renew to him the oaths, from which she now released them, that they had taken to herself.

Her speech was received with profound emotion; few could restrain their tears. Schering Rosenhane made answer for the Estates, for the Chancellor would take no part in the ceremony. They were obliged to consent to a measure they disliked against their will; yet they thanked her for the trouble she had taken in their behalf. Then[,] addressing Charles Gustavus, the Queen bade him keep his eye fixed upon the great examples of his ancestors, protesting that his worth, and not his kinship, had caused her to choose him for her successor. She wished for no other recompense than that he would be kind and attentive to her mother, and those of her friends whom she had recommended to him. The Prince begged her to re-ascend the throne; but[,] finding this of no avail, he thanked her for her goodness to him, and promised to observe all her wishes. He next addressed the Senate and the Estates, who, through the mouth of Rosenhane, assured him of their love and obedience. Then[,] taking Christina by the hand[,] he led her back to her room.

The same afternoon his own coronation was performed, very simply, owing to the exhausted state of the finances. He caused a medal to be struck, to commemorate his gratitude. On the obverse was himself, as king — "CAROLUS GUSTAVUS REX"; on the reverse, a picture of Christina crowning him, with the motto: "A DEO ET CHRISTINA."

The reign of Christina had come to an end.


Above: Kristina.

Notes: Although the legend is famous and widespread, in reality Per Brahe did not refuse to take the crown off of Kristina's head, and Kristina did not take the crown off herself.

Kristina's coronation robe was not destroyed, but she took it along on travels and later sold it in order to make ends meet during one of her lowest points financially. In fact, it still exists today and can be seen on display at the Royal Armoury (Livrustkammaren) in Stockholm.

Francis William Bain on Kristina's abrupt attempt at dismissal of the Portuguese resident (António de Silva e Souza) and refusal to continue to recognise Duke João of Braganza as king of Portugal

Source:

Christina, Queen of Sweden, page 238, by Francis William Bain, 1890; original at the University of Connecticut Library


Kristina's letter of May 12/22 (Old Style), 1654 to Erik von der Linde dismissing the Portuguese resident is here:


The account:

A day or two before she abdicated [sic], she disconcerted the Senate and Charles Gustavus by a strange and apparently unaccountable action. She sent to the Portuguese resident to say it was useless for him to remain in Sweden, since she was determined no longer to recognise the Duke of Braganza as king, and should always look upon him as a usurper. There seems to be something underneath this which we do not know; but[,] taking the facts as we have them, we can only explain the proceeding as a sort of friendly signal to the Spanish party, in view of her forthcoming abdication; for it neither had, nor could have, any meaning in itself, nor any consequences. The Portuguese ambassador continued at Stockholm on the same footing as before.


Above: Kristina.


Above: King João IV of Portugal, Duke of Braganza.

Note: The Portuguese resident = António de Silva e Souza.

Francis William Bain on Kristina's second to last visit and second to last goodbye to Maria Eleonora

Source:

Christina, Queen of Sweden, pages 237 to 238, by Francis William Bain, 1890; original at the University of Connecticut Library


The account:

Some weeks before her resignation, Christina went to Nycöping to bid farewell to her mother. Before the Prince, whom she summoned for this purpose, and the Count, she asked her pardon if she had not at all times shown all the respect and care towards her that she ought; this was not owing to a want of goodwill, but the result of certain circumstances which had tied her hands. She was now going to resign the crown and would be still less able to do anything for her than before; but if her mother was going to lose a daughter, she would find a son: and she presented to her Charles Gustavus, and committed her to his care. They bade each other farewell, Christina firmly, but Maria Eleanora burst into tears. She cried all night. Christina got up and went to her to endeavour to console her; at five in the morning she returned to Upsala.


Above: Kristina.


Above: Maria Eleonora.

Francis William Bain on Kristina revealing her final decision to abdicate and the negotiations for her future maintenance

Source:

Christina, Queen of Sweden, pages 233 to 237, by Francis William Bain, 1890; original at the University of Connecticut Library


The account:

In Feb. 1654 she wrote her letter to Chanut; on the eleventh of the same month she had already communicated her intentions to the Senate; she told them that she had summoned them to hear what she was going to lay before the Diet at the next meeting, namely, her abdication. Though three years ago she had yielded to their dissuasions, she had now determined to carry it out; for her successor they had Charles Gustavus, already nominated, and well able to supply her place. She did not fear criticism, her resolution was taken: she did not apply to them now for advice, but assistance in furthering the matter. The Senate, astonished and dismayed, made every effort to alter her mind, but unsuccessfully; she said her purpose was fixed, and left them. On a subsequent meeting, four days later, she placed it before them again. Count Brahé opposed her with great vehemence, asserting it to be a desertion of duty, and that they who counselled her in the matter were rascals. Christina said he was going too far; there were many who would see her abdicate with great pleasure: she was not able to discover to them the true reason for the course she took, which, however, they would learn ere long. The matter was adjourned to the meeting of the Diet in the following May. In the interval Christina treated with Charles respecting the revenues she wished to retain in her private condition. The ambitious Prince saw the dawn of his reign with secret joy, nevertheless he made decent but ineffectual attempts to turn her from her purpose. Christina at first demanded the absolute sovereignty and revenues of many important towns and districts; this, however, she had to forego, and content herself with a fixed revenue, to be submitted to the Diet. She also endeavoured to make further regulations for the succession, seeing Charles Gustavus was as yet unmarried, and might die without heirs; but here, too, she had to give way. She is said to have cast her eyes for that purpose on the young Count Tott, whom she viewed with favour at the time, a descendant of Eric XIV.; she wished to make him a duke, along with Brahé and Oxenstiern; but by the representations of the two latter she relinquished her design.

On May 12 [sic] the Diet was held at Upsala. Among others, Whitelocke has left us an account of it, "being in an upper room or gallery, where he sat privately, not taken notice of by any, yet had the full view of the great hall where the Ricksdag met, and heard what was said." He describes the splendid appearance of this great hall and the entry of the four Orders. "About nine o'clock there entered at the lower end a plain lusty man in his boor's habit, with a staff in his hand, followed by about eighty boors;" after them the citizen Order, then the nobility, and clergy. "All being sat", came in the Queen's guard, the senators, the Court, and the Queen herself, who walked up the lane they made for her and took her seat "in the chair of state, all of massy silver, a rich cushion in it, and a canopy of crimson velvet richly embroidered over it." The Chancellor should have made the opening speech, but he remained silent. The Queen beckoned to him, and after a little speaking together he returned to his place; he would take no part in removing the crown from the head of a descendant of the house of Vasa. "The Queen sat down again a little time; then[,] rising up with mettle, she came forward, and with a good grace and confidence spake to the assembly." She told them that they would doubtless be astonished at the reason why they had been summoned, being a thing without precedent: but if they reflected upon it, they would see that it was no new resolve, but a thing of long premeditation. She reminded them of the succession assured to her cousin, and his eminent qualities, whom they would doubtless joyfully welcome to the throne; she recalled her unwearied diligence and service of the state during the ten years of her reign, demanding nothing in return but that they would consent to her resolution, which was firm and ineradicable: and concluded with her wishes for the future good of the country. Her speech was answered by others from the Archbishop and the Grand Marshal, setting forth their gratitude and approbation of her reign, and praying her to give up her determination to abdicate. "In the last place stepped forward the Marshal of the Boors, a plain country fellow, in his clouted shoon, and all other habits answerable;" "without any congées or ceremony at all, he spake to her Majesty:

"'O Lord God, Madam, what do you mean to do? It troubles us to hear you speak of forsaking those that love you so well as we do. Can you be better than you are? You are Queen of all these countries, and if you leave this large kingdom, where will you get such another? ... Continue in your gears, good Madam, and be the forehorse as long as you live, and we will help you the best we can to bear your burden.' ... When the boor had ended his speech, he waddled up to the Queen without any ceremony, took her by the hand and shook it heartily, and kissed it two or three times; then[,] turning his back to her, he pulled out of his pocket a foul handkerchief, and wiped the tears from his eyes."

Schering Rosenhane then read a paper in which the Queen reviewed her political and domestic relations, and invited the Estates to consider the allowances to be paid her. And then the Estates left the hall as they had come in.

After attempting to shake her resolution once again, the Diet agreed to her abdication; yet would not, as has been said, grant the lands demanded, but only the revenues accruing from them: namely, from the isles of Œland, Gothland, and Œsel, Wollin, Usedom, the town and castle of Wolgast, and some lands in Pomerania. There were some who wished to compel her to live in Sweden, and not spend these revenues out of the country. But Charles Gustavus opposed himself to this, not only to oblige Christina, but because he had no wish to see her remain in the kingdom on his own account.


Above: Kristina.

Notes: The famous speech by the peasant to Kristina is a fabrication by Whitelocke.

Ösel is the old German and Swedish name for the Estonian island of Saaremaa.

Wollin is the German name for the Polish island of Wolin and a town on it, in the Baltic Sea.

Usedom is the German name for the Polish island of Uznam in the Baltic Sea.