Tuesday, October 14, 2025

Kristina's letter to General Hans Christoff von Königsmarck, concerning the garrison in Bremen-Verden, dated April 3/13 (Old Style), 1646

Sources:

Riksarkivet, images 102 to 103/pages 96 to 97 in Tyskt och latinskt registraturet (1646); Riksregistraturet


Philemeri Irenici Elisii Diarium Europæum, pages 139 to 140, published by Philemerus Irenicus Elisius (Martin Meyer), published 1657; original at the Bavarian State Library (Staatliche Bibliothek Regensburg)


The letter:

Christina etc.
Vnsern gnädigsten gruß Vndt wollgeneigten willen ZuVohr, Woll Edler Gestreng[er] Vndt Vester besonders lieber Vndt Getrewer. Es Haben beijdes die alhier anietzo anwehsende Ertzbischöfliche brehmische Abgesanten sich beklaget, sampt sollet ihr mit einigen Völckern etwas feindtliches wieder das Hauß brehmer Vöhrden Zu tentiren Vndt ins Werck Zu setzen Vorhabens sein, Ob nun woll der Veranlaßete restitutions tractat für diesesmahl alhie wegen ermanglender noth[t]ürfftiger Vollmacht seinen [fortgang] nicht erreichen, weniger ein gewißer schluß darinnen gemacht werden können, Sondern alles biß auf weitere Vollkomliche abhandelung außgestellet worden, Wir gleichwoll inmittelst bewilliget, das des H. Ertzbischofs Ld. das Hauß brehmer Vörde[n] mit ihrer Guarnison Jedoch ohne Jenige disposition Vber das darunter Liegende Ampt besetzt beHalten mögen, Vndt weil Wihr Vermuthen wollen, es werde solchem nach der Commendant in gemelten Brehmer Vörde[n] aller excursionen Vndt actualitet sich entHalten; Also ist Hiemit Vnser gnädigster wille Vndt befehl, das auch Jhr Vndt Ewre VnterHabende Völcker Euch aller feindtseeligkeit Vndt attacque gegen gemeltes Haus entHaltet, Wie Wir dan auch dem Commissario Peter Branten, wegen reichung der HiebeVor bewilligten Monatlichen VnterHalt für die Guarnisonen daselbst behörliche ordre ertheilet Haben, Solte aber v̈ber alles Vormuthen der Commendant Zu gedachtem BrehmerVörde[n] mit außfällen oder andern feindtlichen attentaten einige hostilitet Verv̈ben, beobachtet Jhr solches billig, Vndt werdet demselben mit gebührender Manier Zu begegnen Vndt abZuwehren wißen, Wir wollen Es Euch also Zur nachricht nicht VerHalten etc.

P. S.
Besonders lieber Vndt getreuer, Beijkommendes ist ein Doublet Von dem Jenigen schreiben So Wir gestriges tages beij expedirung deren Ertz bischoflichen Brehmischen Gesanten an Euch abgehen Laßen, Vndt wollen Wir gnädigst, das Jhr denenselben also gebührent nachKommet, Wir Haben aber ietzig ein Doublet eine Clausul annectiret, wie Jhr Euch Zu VerHalten Habet, Jm fall etwa der Commendant auf brehmer Vörde[n] ohne Jenige Von Euch oder dehnen Eurigen gegebene Vhrsach einige actualitet oder feintsehligkeit mit außfällen oder anders enormiteten Verüben solte, Vndt werdet ihr beijdes mit guter discretion woll in acht Zu nehmen Vndt Zu observiren wißen / etc.
Christina /

With modernised spelling:

Christina, etc.
Unsern gnädigsten Gruß und wohlgeneigten Willen zuvor.
Wohledler, gestreng[er] und vester,
Besonders lieber und getreuer,
Es haben beides die allhier anjetzo anwesende erzbischöfliche bremische Abgesandten sich beklagt, samt sollt Ihr mit einigen Völkern etwas feindliches wider das Haus Bremer-Verden zu tentieren und ins Werk zu setzen Vorhabens sein. Ob nun wohl der veranlasste Restitutionstraktat für dieses Mal allhie wegen ermanglender, notdürftiger Vollmacht seinen [Fortgang] nicht erreichen, weniger ein gewisser Schluß darinnen gemacht werden können, sondern alles bis auf weitere vollkommliche Abhandlung ausgestellt worden, Wir gleichwohl inmittelst bewilligt, dass des Herrn Erzbischofs Liebden, das Haus Bremer-Verde[n] mit ihrer Garnison jedoch ohne jenige Disposition über das darunterliegende Amt besetzt behalten mögen.

Und weil Wir vermuten wollen, es werde solchem nach der Kommandant in gemählten Bremer-Verde[n] aller Exkursionen und Aktualität sich enthalten, also ist hiemit Unser gnädigster Wille und Befehl, dass auch Ihr und Eure unterhabende Völker Euch aller Feindseligkeit und Attack gegen gemähltes Haus enthaltet; wie Wir dann auch dem commissario Peter Brandten wegen Reichung der hiebevor bewilligten monatlichen Unterhalt für die Garnisonen daselbst behörliche Order ertheilt haben, sollte aber über alles vormuten der Kommandant zu gedachtem Bremer-Verde[n] mit Ausfällen oder andern feindlichen Attentaten einige Hostilität verüben, beobachtet Ihr solches billig, und werdet demselben mit gebührender Manier zu begegnen und abzuwehren wissen. Wir wollen es Euch also zur Nachricht nicht verhalten, etc.

P. S.
Besonders lieber und getreuer,
Beikommendes ist ein Dublette von demjenigen Schreiben, so Wir gestriges Tages bei Expedierung deren erzbischöflichen bremischen Gesandten an Euch abgehen lassen; und wollen Wir gnädigst, dass Ihr denenselben also gebührend nachkommet, Wir haben aber jetzig ein Dublette eine Klausul annektiert, wie Ihr Euch zu verhalten habet, im Fall etwa der Kommandant auf Bremer-Verde[n] ohne jenige von Euch oder denen eurigen gegebene Ursach einige Aktualität oder Feindseligkeit mit Ausfällen oder anders Enormitäten verüben sollte, und werdet Ihr Beides mit guter Diskretion wohl in Acht zu nehmen und zu observieren wissen, etc.
Christina.

Elisius'/Meyer's transcript of the letter:

Christina: etc.
Vnsern gnädigsten Gruß vnd wolgeneigten Willen zuvor; Wol-Edler / Gestrenger vnd Vester / besonders Lieber vnd Getrewer. Es haben bey Vns die / allhier anjetzo anwesende / Ertz-Bischoffliche / Brehmische Abgesandten sich beklagett / sambt soltet Jhr / mit einigen Völckern etwas feindliches wider das Hauß Brehmer-Vöhrde zu versuchen vnd ins Werck zu setzen vorhabens seyn. Ob nun zwar die veranlassete Abhandlung wegender Wiedereinräumung für diesesmal allhie / wegen ermanglender / nothtürfftiger Vollmacht / seinen Fortgang nicht erreichet / weniger ein gewisser Schluß darinnen gemachet werden können / söndern alles / biß auff weitere / vollnkömliche Abhandlung / außgestellet worden: So haben wir gleichwol immittelst bewilliget / daß des Herrn Ertz-Bischoffs Liebd. das Hauß Brehmer-Vöhrde / mit jhrer Besatzung / jedoch ohne einige Gewalt über das / darunter ligende Ampt besetzt behalten mögen / Vnd / wie Wir vermuhten wollen / es werde solchem nach / der Befehlshaber in gemeldtem Brehmer-Vöhrde aller Außfälle vnd Thätlichkeit sich enthalten; Also ist hiemit Vnser gnädigster Wille vnd Befehl / daß auch Jhr / vnd Ewre vnterhabende Völcker / Euch aller Feindseligkeit vnd Anfals gegen gemeldes Hauß enthaltet. Wie wir dann auch den Abgeordneten Peter Brandten wegen Reichung des hiebevor bewilligten / Monatlichen Vnterhalts / für die Besatzung daselbst / behörliche Ordre ertheilet haben. Wir wolten es Euch also / zur Nachricht / in Gnaden nicht verhalten / wormit Wir Euch stets beygethan verbleiben / vnd Göttlicher Bewahrung beharlich empfehlen. Gegeben zu Stockholm / den 3. April / im Jahr 1646.
Christina.

With modernised spelling:

Christina, etc.
Unsern gnädigsten Gruß und wohlgeneigten Willen zuvor.
Wohledler, gestrenger und vester,
Besonders lieber und getreuer,
Es haben bei Uns die allhier anjetzo anwesende ertzbischöfliche bremische Abgesandten sich beklagt, samt solltet Ihr mit einigen Völkern etwas feindliches wider das Haus Bremer-Verde[n] zu versuchen und ins Werk zu setzen Vorhabens sein. Ob nun zwar die veranlasste Abhandlung wegen der Wiedereinräumung für dieses Mal allhie wegen ermanglender, notdürftiger Vollmacht seinen Fortgang nicht erreicht, weniger ein gewisser Schluß darinnen gemacht werden können, söndern alles bis auf weitere vollenkommliche Abhandlung ausgestellt worden, so haben Wir gleichwohl inmittelst bewilligt, dass des Herrn Erzbischofs Liebden das Haus Bremer-Verde[n] mit ihrer Besatzung, jedoch ohne einige Gewalt über das darunterliegende Amt besetzt behalten mögen.

Und, wie Wir vermuten wollen, es werde solchem nach der Befehlshaber in gemähltem Bremer-Verde[n] aller Ausfälle und Tätlichkeit sich enthalten, also ist hiemit Unser gnädigster Wille und Befehl, dass auch Ihr und Eure unterhabende Völker Euch aller Feindseligkeit und Anfalls gegen gemähltes Haus enthaltet. Wie wir dann auch den Abgeordneten Peter Brandten wegen Reichung des hiebevor bewilligten monatlichen Unterhalts für die Besatzung daselbst behörliche Order erteilt haben, Wir wollten es Euch also zur Nachricht in Gnaden nicht verhalten, womit Wir Euch stets beigetan verbleiben und göttlicher Bewahrung beharrlich empfehlen. Gegeben zu Stockholm, den 3. April im Jahr 1646.
Christina.

French translation (my own):

Christine, etc.
Nos salutations très gracieuses et Notre bienveillante inclination.
Noble, sévère et constant seigneur,
Notre particulièrement cher et féal homme,
Les deux envoyés de l'archevêque de Brême présents ici se sont plaints que vous et certaines personnes seriez en train de planifier et d'exécuter quelque chose d'hostile contre la maison de Brême-Verden. Bien que le traité de restitution qui a été conclu ne puisse être finalisé ici à ce moment, faute d'autorité nécessaire, ou même si une certaine conclusion peut en être tirée, mais que toute discussion complète à ce sujet ait été suspendue jusqu'à nouvel ordre, Nous avons néanmoins accordé que la Maison de Brême-Verden et sa garnison puissent rester occupées par Sa Dilection l'archevêque, mais sans aucune disposition du comté sous-jacent.

Et parce que Nous supposons que le commandant de ladite Brême-Verden s'abstiendra de toute expédition et de toute action, Nous vous prions, ainsi qu'à vos subordonnés, de vous abstenir aussi de toute hostilité et de toute attaque contre ladite Maison. Comme Nous avons aussi donné des ordres officiels au commissaire Pierre Brandt concernant la distribution des indemnités mensuelles précédemment approuvées pour les garnisons de cette maison, si, toutefois, le commandant de ladite Brême-Verden commettait une quelconque hostilité par des sorties ou autres attaques hostiles, vous observeriez attentivement cette situation et sauriez la contrer et la repousser avec les bonnes manières. Nous ne souhaitons donc pas vous cacher cette information, etc.

Apostille.
Notre particulièrement cher et féal homme,
Nous vous adressons un double de la lettre que Nous vous avons adressée hier, lorsque l'archevêque de Brême a envoyé son émissaire. Nous vous prions de bien vouloir vous y conformer comme il se doit. Nous joignons cependant un double de la clause stipulant la conduite à tenir si le commandant de Brême-Verden, sans motif valable pour vous ou vos hommes, commettait un acte d'hostilité, avec sorties ou autres excès. Vous saurez comment réagir avec prudence et observer ces règles, etc.
Christine.

Swedish translation (my own):

Kristina osv.
Vår nådigaste hälsan och välbenägna vilja.
Välädle, stränge och ståndaktige herre,
Synnerligen käre och trogne,
Båda ärkebiskopen av Bremens närvarande sändebud har klagat över att Ni och några personer sägs planera och utföra något fientligt mot Huset Bremen-Verden. Även om den återställandetraktat som har arrangerats icke kan slutföras här för närvarande på grund av brist på nödvändigt befogenhet, eller ens om en viss slutsats kan dras av det, men all fullständig diskussion om det har uppskjutits tills vidare, har Vi likväl medgivit att Huset Bremen-Verden och dess garnison får förbli ockuperat av Hans Kärlighet ärkebiskopen, men utan någon förfoganderätt över det underliggande amtet.

Och eftersom Vi förmodar att befälhavaren i nämnda Bremen-Verden kommer att avstå från alla utflykter och aktualiteter, är det därför Vår nådigaste vilja och befallning att Ni och Era underordnade också avstår från all fientlighet och angrepp mot nämnda hus. Eftersom Vi också har givit officiella order till kommissarie Peter Brandt angående fördelningen av de tidigare godkända månatliga traktamentema för garnisonerna där, skulle emellertid befälhavaren i nämnda Bremen-Verden begå någon fientlighet med utfall eller andra fientliga angrepp, skall Ni noggrant iaktta detta och veta att motverka och avvärja det med vederbörlig maner. Vi vill därför inte undanhålla detta för Er osv.

P. S.
Synnerligen käre och trogne,
Vi skickar Er en kopia av det brev Vi skickade till Er igår när ärkebiskopen av Bremen skickade sitt sändebud. Vi ber Er vänligen att följa det på lämpligt sätt. Vi har dock nu bifogat en kopia av klausulen som anger hur Ni skall bete Er i händelse av att befälhavaren för Bremen-Verden, utan någon anledning given Er eller Era män, skulle begå någon handling av aktualitet eller fientlighet med utfall eller andra enorma händelser, och Ni skall veta att ta väl hand om båda med god diskretion och att iaktta dem osv.
Kristina.

English translation (my own):

Kristina, etc.
Our most gracious greeting and well-inclined will.
Noble, stern and steadfast Lord,
Our particularly dear and faithful man,
Both the Archbishop of Bremen's envoys present here have complained that you and some people are said to be planning and carrying out something hostile against the House of Bremen-Verden. Although the restitution treaty that has been arranged cannot be finalised here at this time due to a lack of necessary authority, or even if a certain conclusion can be drawn from it, but all complete discussion of it has been suspended until further, We have nevertheless granted that the House of Bremen-Verden and its garrison may remain occupied by His Lovingness the Archbishop, but without any disposition of the underlying county.

And because We assume that the commandant in the said Bremen-Verden will refrain from all excursions and actualities, it is therefore Our most gracious will and command that you and your subordinate people also refrain from all hostility and attacks against the said House. As We have also given official orders to commissary Peter Brandt regarding the distribution of the previously approved monthly allowances for the garrisons there, should, however, the commandant in the said Bremen-Verden commit any hostility with sorties or other hostile attacks, you will observe this properly and will know to counter and repel it with due manners. We therefore do not want to withhold this information from you, etc.

P. S.
Our particularly dear and faithful man,
We are sending you a duplicate of the letter We sent to you yesterday when the Archbishop of Bremen sent his envoy. We graciously request that you comply with it as appropriate. However, We have now attached a duplicate clause stating how you should behave in the event that the commander of Bremen-Verden should, without any cause given to you or your men, commit any act of actuality or hostility with sorties or other enormities, and you will know to take good care of both with good discretion and to observe them, etc.
Kristina.


Above: Kristina.


Above: Hans Christoff von Königsmarck.

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